Ratten, Mäuse und Rote Zone

Weil es in Neuseeland Herbst ist und die Tage und vor allem die Nächte kühler werden, suchen auch die Ratten und Mäuse Unterschlupf in warmen Gebäuden. 🐀🐁

In den letzten Tagen habe ich es morgens und abends über der Speisekammer und über meinem Bett, unter dem Dach, nagen und trippeln gehört. Wie jedes Jahr, werden jetzt wieder Lebendfallen aufgestellt und die Tiere dann wieder irgendwo ausgesetzt.

Heute Morgen, nachdem ich den Schwedenofen angefeuert hatte und allein,  still bei meinem Kaffee am Tisch saß, sah ich plötzlich eine kleine Maus vom Flur, unter der geschlossenen Tür hindurch, in die Speisekammer flitzen. IM Haus geht dann aber doch nicht. 🐀❌️

Als Pavel kurze Zeit später in die Küche herunterkam und ich ihm davon berichtete, hat das scheinbar direkt seinen Jagdinstinkt geweckt… 😂

Zugang zur Speisekammer

Er hat sofort begonnen alles unter dem Regal hervorzuräumen und nach der Maus zu suchen. Als er sie gesichtet hat, habe ich schnell sämtliche Zugänge versperrt, ihm seine Handschuhe geholt und nach ein bisschen hin und her hat er sie auch schon geschnappt. 😆

Pavel – The Great Mice Hunter 💪

Ashanee hat ihn dann mit dem Auto in die Red Zone gefahren, wo er das kleine Tierchen ausgesetzt hat.

Zur Red Zone, die nur wenige Gehminuten vom buddhistischen Zentrum entfernt beginnt, habe ich später einen Spaziergang gemacht. 🚶‍♀️‍➡️

Red Zone

Das weitläufige Parkgebiet war bis 2011 regulär besiedelt. Im September 2010 und Februar 2011 zerstörten dann zwei verheerende Erdbeben alles in einem Maße, dass sich der Wiederaufbau nicht gelohnt hätte und so schnell auch nicht möglich gewesen wäre. Der Einfachheit halber hat man dann alle Bewohner umgesiedelt, den Grundbesitzern in einer anderen Region einen Grund gegeben, den sie sofort bebauen konnten, alle ca. 8000 Gebäude aufgekauft und abgerissen. Das Gebiet wurde dann zu einer Red Zone erklärt, wo der Wiederaufbau nicht erlaubt war.

Diesmal kein War Memorial sondern Gedenktafeln an das Erdbeben 2010 und 2011
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Das buddhistische Zentrum blieb weitgehend verschont.

Am Montag werde ich Richtung Nordinsel weiterziehen und erst in einer Woche wieder nach Christchurch zurückkommen.

Sangha

Seit über 2 Wochen, genauer gesagt seit 15.03., bin ich jetzt in Neuseeland und habe neben meinem Retreat und der Fahrt nach Queenstown, wo ich jeweils vier Nächte war, die meiste Zeit im buddhistischen Zentrum verbracht. Hier bin ich, obwohl ich eigentlich nur ein Gast bin, voll in das Sanghaleben eingetaucht, mit allem drum und dran…

Die aktuell einzigen Zentrumsbewohner, das Pärchen Pavel und Ashani, er Tscheche, sie US-Amerikanerin, wohnen seit sechs bzw. zwei Jahren im buddhistischen Zentrum und leben das ganz anders als ich darunter verstehe, wie man sich als Bewohner eines Diamantweg Zentrums, mit der entsprechenden Motivation, in einem Zentrum verhält… Irgendwann habe ich dann mal Fragen gestellt, die aber glaube ich nicht so gut angekommen sind.

Jedenfalls war ich sehr froh als Chris, der die meiste Zeit seines Lebens in einem buddhistischen Zentrum gewohnt hat und vor fünf Jahren mit Niki, seiner Frau in ein eigenes Haus gezogen ist, vorbeikam, um mich abzuholen. Ich hatte ihm gestern geschrieben, dass ich ihm helfen würde, wenn er heute nach Glentui fährt. Er ist bereits 73 Jahre und als früherer Zimmerer und Rentner aktuell mehr oder weniger die treibende Kraft, der über handwerkliche Fähigkeiten, Zeit und das notwendige Engagement verfügt, um hier das ganze am Laufen zu halten.

Mühsam haben wir mit Harke, Rechen und Schaufel den Untergrund für die oberen Stufen abgetragen und geebnet, die bis zum Kurs fertig sein sollen. Chris hat dann die Holzkonstruktion angepaßt und zusammengeschraubt.
Weg zwischen Gompa und Container…
Weg zum Container = Geräteschuppen / Küche / außen überdachtes Café

Am Spätnachmittag war ich wieder in Christchurch, um anschließend mit dem Bus noch in die City zu fahren und ein Café zu besuchen.

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Am Abend war noch die mittwöchliche, interne Sanghameditation, neben der einmal wöchentlich stattfindenden öffentlichen Meditation am Donnerstag.

Bridle Path

Nach meinem Vormittagsprogramm Aufstehen – Kaffee – Meditieren – noch ein Kaffee – Putzjob – Brunch – meditieren mit Chris oder so ähnlich…, habe ich heute wieder was für meine Kondition und meinen Geldbeutel getan. – Da wo andere mit der Gondel hinauffahren, bin ich hinaufgelaufen. 🚊🏃‍♀️‍➡️💪💰 Und auf der anderen Seite wieder hinunter.

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Der Bridle Path – ein 45 Minuten dauernder Aufstieg, der hier flacher aussieht, als er tatsächlich ist.

Oben gab es wieder einen unglaublichen Panoramablick

… auf Christchurch und das Meer auf der einen Seite,
den Hafen von Lyttelton…
und einen Meeresarm auf der anderen Seite.

Der Aufstieg erfolgte von Christchurch, der Abstieg nach Lyttelton, von wo ich dann nach einem Besuch in einem Café mit dem Bus wieder an meinen Ausgangspunkt zurückgefahren bin.

kleiner Yachthafen von Lyttelton
Industriehafen

Die Stadtbusse sind hier sehr gut vernetzt, sind allerdings nicht immer pünktlich und es kommt immer wieder mal vor, dass der Bus einfach an der Haltestelle vorbeifährt, wenn man nicht wirklich mit beiden Armen wie blöd winkt und Zeichen gibt. 👋👋🚍🙈

Hitchhike

Gestern fand mit acht Freunden der monatliche Arbeitstag in der Retreatstelle in Glentui statt. Mit der Elektrosense und Schaufeln haben die Männer durch das ein Meter hohe Gras einen neuen Weg von der Gompa zum Container gebahnt, der bei Kursen gleichzeitig als Geräteschuppen und Küche dient, sowie draußen als überdachtes Café. Ich habe mich beim Fensterputzen und Unkrautjäten beteiligt. Zu fotografieren hatte ich ganz vergessen, daher nur zwei alte Bilder um eine Vorstellung von dem riesigen Gelände zu bekommen. 

links Container;  oben bzw unten… Gompa
Fenster rund um die ganze Gompa…

Heute Morgen bin ich mit dem TranzAlpine an die 250 Kilometer entfernte Westküste nach Greymouth gefahren. Die Strecke wird als eine der schönsten der Welt angepriesen und hat entsprechend ihren Preis – 130 Euro einfach.

Weil es aufgrund der Infrastruktur in Neuseeland schwierig ist eine klassische Rundreise zu planen und ich für mich bereits entschieden habe in Christchurch zu bleiben, musste ich auch irgendwie wieder zurück kommen.

Da der günstige Intercitybus auf dieser Strecke nicht fährt und ich für die Rückfahrt nicht noch einmal den gleichen Preis bezahlen wollte, hätte ich die Fahrt beinahe gecancelt. ❌️

Weil mir aber früher schon Jakub aus dem buddhistischen Zentrum und später eine Travellerin in einem Hostel das Trampen vorgeschlagen haben und das in Neuseeland anscheinend keine ungewöhnliche Form des Reisens ist, dachte ich, dass ich das vielleicht auch einmal ausprobieren sollte. 😃 – In Deutschland würde ich das niemals machen! 🙈

Also habe ich mir diese wunderbare Panoramazugfahrt gegönnt und habe 5 Stunden lang eine einzigartige Landschaft voller Schluchten, Flüssen, Weiten, Hügel, Wälder, Seen und Berge genossen. Ein wahres Eldorado für alle Naturliebhaber.

TranzAlpine Zug
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kristallklares Wasser in allen Flüssen und Bächen
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Kühe und Schafe überall 😍

Nach meiner Ankunft in Greymouth um 13 Uhr, musste ich feststellen, dass die Stadt aufgrund des Feiertags (Ostermontag), außer am Bahnhof, wie ausgestorben und ich auch nicht sonderlich an einer Erkundung interessiert war. Daher habe ich mich mehr oder weniger gleich wieder auf den Rückweg gemacht, zumal ich ja auch nicht wusste wie lange ich auf eine Mitfahrgelegenheit warten müsste und ob mich überhaupt jemand mitnimmt.

Totenstille in Greymouth

Da ich zwar sicherheitshalber mein Nachthemd und meinen Kulturbeutel mitgenommen habe, aber eigentlich keine Lust auf eine Übernachtung in einem Hostel, habe ich nur kurz beim großen „M“ was gegessen und mich dann mit ausgestrecktem Daumen an den „State Highway 73“ gestellt, der nach Christchurch führt. 👍 – Es war irgendwie ein seltsames Gefühl. Nach 5 Minuten, als keiner anhielt, dachte ich mir irgendwo ein Schild mit der Aufschrift „CHRISTCHURCH“ basteln zu müssen und wollte wieder Richtung großes „M“ laufen, als mir plötzlich jemand nachrief, wohin ich wolle. Es war ein junger Chinese, der auch nach Christchurch fuhr und mich dann mitgenommen hat.

Henry, mein Anhalter und ich am Ende der Fahrt von Greymouth nach Christchurch

Die Fahrt war total entspannt, wir haben uns auf der 3-stündigen Fahrt ganz nett unterhalten oder einfach geschwiegen. Einmal hat er sogar extra angehalten, um mir einen besonderen Aussichtspunkt zu zeigen.

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Die Fahrt per Anhalter war mindestens genauso toll, wie die mit dem Zug. Er hat mich sogar bis vor die Haustür gefahren und wollte keinen Cent dafür.

So ein toller Tag, juhuu! ☀️✨️🌈

Gedankenflusschaos

Das Wohnen im buddhistischen Zentrum tut mir wirklich sehr gut.

Ich merke, dass mir die regelmäßigen Meditationsabende, das Zusammensein und die Aktivität mit (meinen) Sanghafreunden gefehlt haben.

Hier wurde ich sogar schon gefragt, ob ich nicht bleiben möchte und noch ein paar von meinen Freunden nachholen kann… 🥰

v.l. Ich, Sven, Vincent, Chris, Niki

Vor Corona war das Zentrum immer mehr oder weniger mit Langzeitbewohnern, die meisten aus Tschechien, ausgebucht. Mittlerweile stehen vier von sechs  Zimmern leer und das Zentrumsleben und die Aktivität kommt nicht mehr so richtig in Schwung. Wie in den meisten Zentren  fühlt sich nur ein Bruchteil der Mitglieder wirklich verantwortlich… – Bei einem Zentrum in der Größe eines einstöckigen Hauses und einer mehrere Hektar umfassenden Retreatstelle ist die Arbeit entsprechend viel und der regelmäßige Helferanteil bei 15 Mitgliedern entsprechend gering…

Wenn ich mir die politische Lage in Europa so anschaue und dann Postings sehe, wie in Bayern gerade Panzer verladen werden, dann könnte ich mir das tatsächlich vorstellen…

Andererseits kommt es für mich als pflichtbewußte Beamtin mit familiären Verpflichtungen in der bayerischen Heimat nicht in Frage auszuwandern. Außerdem wäre es auch in finanzieller Hinsicht einfach dumm…

Solange ich hier bin, werde ich jetzt aber die Zeit genießen und mich mit freudvoller Anstrengung in den Zentrumsalltag einbringen.

Gestern war öffentlicher Meditationsabend und es gab vorher eine Suppe. Es waren fast alle da.

Heute haben Chris und Sven an der neuen Küche weitergearbeitet, Niki hat geputzt und ich für die fleißigen Arbeiter Pasta mit vegetarischer Bolognese gekocht. 😋

Sven und Chris beim Einsetzen der Schubläden 🪚🔧🪛

Später bin ich dann noch mit der „Linie 5 New Brighton“ an die nur 15 Minuten entfernte Küste am Südpazifik gefahren. Weil es sehr windig und frisch war, bin ich nur kurz über den Pier gelaufen und habe mich dann gleich wieder auf den Rückweg gemacht.

New Brighton Pier
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Hier kann ich jetzt wieder Gespräche unter Freunden führen und hoffentlich auch mein Englisch verbessern. In den Hostels führt man meist nur organisatorische Gespräche mit den Mitarbeitern oder mit anderen Gästen, die aber auch Deutsche sind. Es hat micht tatsächlich überrascht, wie viele junge Deutsche hier und in Australien unterwegs sind. Das jüngste Mädel war gerade mal 19 Jahre und tingelt alleine 6 Monate durch Australien und Südostasien. Das hat mich tatsächlich beeindruckt.

Jetzt gehe ich noch eine Runde meditieren und dann ins Bett. Um 7:15 Uhr stehe ich wieder auf.

Wünsche schon mal allen Frohe Ostern! 🐰🐣

Reisemüdigkeit

Landschaftlich war die heutige Busfahrt von Queenstown ins knapp 500 km entfernte Christchurch wieder der reinste Genuss. Vom Flachland über das wolkenverhangene Hügelland bis zu schneebedeckten Gletscherbergen war wieder alles dabei und die 8 Stunden vergingen wie im Flug.

Langsam macht sich allerdings ein Phänomen bemerkbar, wie es viele Reisende berichten. Ich werde etwas reisemüde. Seit über drei Monaten bin ich fast nirgends länger als 4 Nächte geblieben, manchmal auch kürzer.

Umso erfreulicher ist, dass ich gerade hier in Neuseeland, speziell im buddhistischen Zentrum Christchurch, meine geistige Heimat gefunden habe, wo ich bis auf Weiteres bleiben kann.

Ashani, Niki, Chris und ich

Weil ich noch am 8. Karmapa Kurs in Glentui Ende April teilnehmen möchte und der anschließende Flug schon gebucht ist, möchte ich jetzt die Chance nutzen und mich schon einmal in einem bewohnten Zentrum ausprobieren und mich in die tägliche Zentrumsarbeit als Mitbewohnerin einbringen, bevor ich dann im Juni im EC als Longterm Guest starte.

Es ist wunderbar einen festen Schlafplatz in einem eigenen Zimmer zu haben, einen festen Meditationsplatz, Freunde, die die gleichen Ziele haben und einen Ofen zum Aufwärmen.

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Eine Fahrt mit dem Panoramazug nach Greymouth und eine Fährfahrt auf die Nordinsel stehen aber weiterhin auf dem Programm.

Kiwi Park

Meine heutige Fahrt nach Glenorchy in Mittelerde wurde seitens des Anbieters kurzfristig gecancelt. Angeblich ist der Guide erkrankt. – Empfand ich jetzt aber nicht sonderlich schlimm und habe dafür den Kiwi Park besucht. Das war sehr nett und informativ. Hier werden Neuseelands vom Aussterben bedrohte Tierarten in einer möglichst naturgetreuen Umgebung gezüchtet und wenn sie dann stark genug sind, um sich selber gegen ihre Feinde zu verteidigen, wieder in die Freiheit ausgesetzt.

Star des Parks ist natürlich der Kiwi. Von den einst 15 Millionen Kiwis in Neuseeland, sind nur noch 64 000 übrig. Ihr Lebensraum wurde immer kleiner und die (importierten) Feinde immer mehr.

präparierter Kiwi

Da der Kiwi ein nachtaktiver Vogel ist, hat man in seiner Aufzuchtstation Tag und Nacht vertauscht, um ihn besichtigen zu können. Die Halle, in der die aktuell fünf Kiwis leben, wird nachts mit einer Tageslichtlampe erhellt und ist tagsüber komplett abgedunkelt und man musste die eigenen Augen zunächst an die Dunkelheit gewöhnen, um ihn sehen zu können. Weil Kiwis sehr licht- und geräuschempfindlich sind, war fotografieren nicht erlaubt.

Es sieht sehr witzig aus,  wenn sie mit ihrem langen Schnabel im Boden futtersuchend hin und her laufen. Als einzige Vögel haben sie die Nasenlöcher an der Spitze und nicht am Ansatz wie alle anderen Vögel. Außerdem sind sie Laufvögel und können nicht fliegen.

Ein Kiwi ist ungefähr so groß wie eine große Henne und legt ein riesiges Ei, fast in der Größe meiner offenen Hand. Das ist ungefähr damit vergleichbar, wie wenn ein Mensch ein 4-jähriges Kind zur Welt bringen würde. Das Ei wiegt kurz bevor es gelegt wird ca. 450 Gramm und nimmt damit etwa 20 Prozent des ganzen Körpergewichts ein. Weil die inneren Organe komplett verdrängt werden, hört der Kiwi in den letzten Tagen auch auf zu fressen und zu trinken. Ein Kiwi Weibchen wird ca. 60 Jahre und legt in einem Leben ungefähr 100 Eier.

Ei eines Kiwi
Röntgenaufnahme kurz bevor das Ei gelegt wird

Ausgebrütet wird es dann vom Männchen.

Weitere bedrohte Tierarten im Park:

Tuatara gelten als lebende Fossilien aus der 150 Millionen Jahre zurückliegenden Dinosaurierzeit
Regenbogenpapageien
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Maorifalke
noch ein Tuatara
Keapapageien sollen sehr intelligent sein
noch ein Kea
„Pounamo“ ist ein güner Jade Stein und hat bei den Maori eine starke spirituelle Bedeutung
neuseeländischer Gecko
Wood Pigeon
Diese Waldtaube ist auf einem Auge blind und bleibt im Park

Morgen fahre ich zurück nach Christchurch und freue mich schon auf die Freunde im Zentrum. 💝📿🌈

Wandertag

In Queenstown gibt es so viele spannende Angebote für Ausflüge und Unternehmungen. Weil ich gar nicht alles schaffen würde und alles sündhaft teuer ist, habe ich mich heute für die günstigste Variante entschieden. Eine knapp 3-stündige Wanderung auf den Queenstownhill. Die war kostenlos und hat obendrein meine Fitness gestärkt. 👍😃 Mit Schrecken musste ich nämlich feststellen, dass meine Kondition in den letzten drei Monaten nachgelassen hat. Der als leicht – mittel ausgezeichnete Pfad, der teilweise durch einen Wald führt, hat mich doch ganz schön zum Schnaufen gebracht… 🤪 Daneben hat er mich aber auch zu einem Feentreffpunkt 🧚‍♂️🧚‍♀️🧚 und zu einem Geocache geführt und oben mit einer tollen Aussicht belohnt.  📸 Was will man mehr? 😊

Einstieg in den Aufstieg
Feentreffpunkt
Es sieht hier tatsächlich sehr belebt aus…
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Am oberen Ende des Rundwegs, wurde ich zunächst mit einem Geocache, der unter einem Busch versteckt war, bei Laune gehalten, um den finalen Aufstieg noch zu meistern.

Das gefundene „Doserl“ 😃

Oben angekommen bot sich mir dann dieser malerische Rundblick 🤩

Lake Wakatipu
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interessante Wolke rechts oben…

Jetzt bin ich tatsächlich etwas platt und verbringe den Nachmittag auf der Couch, in der Lounge es Hostels mit einer Tasse Tee. ☕️ Es soll heute noch regnen. ☔️

Milford Sound

Das frühe Aufstehen heute um 4:45 Uhr hat sich gelohnt. 👍

Weil ich gleich im allerersten Bus nach Milford saß, waren an den Aussichtspunkten, an denen der Bus hielt, noch keine Touristenschwärme unterwegs, vielmehr waren wir in unserem nur halb vollen Bus die einzigen.

Die 6-stündige Hinfahrt führte nach dem Sonnenaufgang zunächst durch eine wolkenverhangene Gras- und Hügellandschaft.

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wunderschöne Gräser, die bei uns allenfalls in Miniaturausgabe vorkommen.
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Auf der ganzen Fahrt kamen wir kaum an besiedeltem Gebiet vorbei, allenfalls an einzelnen Farmen.

Merinoschafe, die die Wolle für meine supertollen Shirts liefern 🤍🩶🖤

Als erstes hielten wir an den Mirror Lakes, kleinen Seen, in denen sich die Berge bei Windstille komplett spiegeln.

spiegelblanke Wasseroberfläche
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Beim Monkey Creek ist das Wasser im Bach so klar und sauber, dass man daraus trinken kann. Man hat zudem einen tollen Blick auf einen Berg, dessen Gipfel erst wolkenbedeckt war. Nur wenige Minuten später konnte man plötzlich den Gipfel sehen.

pures, glasklares Wasser
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Ganz zauberhaft war auch The Chasm, ein kurzer Weg, der wie durch einen lichtdurchfluteten Märchenwald führte, voller riesiger Farne und Moos an den Bäumen, von denen es teilweise sogar herunterhing. Wenn ich irgendwo eine Elfe oder einen Gnom gesehen hätte, wäre ich nicht überrascht gewesen. 🧚‍♂️🧌 Wunderschön!

Märchenwald
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Highlight der Tour war dann eine Bootsfahrt auf dem Milford Sound, ein 15 Kilometer langer als Fjord bezeichneter Meeresarm vom Tasmansee.

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… atemberaubendes Neuseeland, wie man es auch aus den Magazinen kennt. 🤩

Auf der langen Busfahrt hatte ich aber auch viel Zeit zum Nachdenken…

Mehr dazu vielleicht in einem späteren Beitrag.

Queenstown

… ist DIE Mega-Outdoor-Adventure-Stadt in Neuseeland! Von Mountainbiken über Bungeejumping und Fallschirmspringen bis Jetbootfahren und Zipline kann man hier nach Herzenslust sämtlichen Abenteueraktivitäten nachgehen. 🚲🚤🪂🚁

Die Route ging von Norden nach Süden, Christchurch – Lake Tekapo – Queenstown
Lake Wakatipu in Queenstown

Hier bin ich nach einer 8-stündigen Busfahrt mit dem Intercity und einem Zwischenstopp am Lake Tekapo angekommen. Für mich wird es der Ausgangspunkt für einen Tagesausflug zum Milford Sound morgen sein, einen Fjord den man als Tourist gesehen haben muss. Ansonsten werde ich mich auf’s Wandern beschränken, allenfalls noch eine Ganz- oder Halbtagestour nach Glenorchy machen, eine Siedlung, die landschaftlich sehr reizvoll sein soll und wo Der Herr der Ringe gedreht wurde.

Zwischenstopp am Lake Tekapo
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Da ich bereits um 6 Uhr abgeholt werde und noch früher aufstehen muss, höre ich jetzt auf zum Schreiben, damit ich noch ein paar Stunden Schlaf bekomme. 😴 Die Tage vergehen so schnell, das ist unglaublich. Ebenso, dass ich jetzt schon seit drei Monaten unterwegs bin. Ich kann es selber kaum glauben. Gute Nacht! 🌛