Gedankenflusschaos

Das Wohnen im buddhistischen Zentrum tut mir wirklich sehr gut.

Ich merke, dass mir die regelmäßigen Meditationsabende, das Zusammensein und die Aktivität mit (meinen) Sanghafreunden gefehlt haben.

Hier wurde ich sogar schon gefragt, ob ich nicht bleiben möchte und noch ein paar von meinen Freunden nachholen kann… 🥰

v.l. Ich, Sven, Vincent, Chris, Niki

Vor Corona war das Zentrum immer mehr oder weniger mit Langzeitbewohnern, die meisten aus Tschechien, ausgebucht. Mittlerweile stehen vier von sechs  Zimmern leer und das Zentrumsleben und die Aktivität kommt nicht mehr so richtig in Schwung. Wie in den meisten Zentren  fühlt sich nur ein Bruchteil der Mitglieder wirklich verantwortlich… – Bei einem Zentrum in der Größe eines einstöckigen Hauses und einer mehrere Hektar umfassenden Retreatstelle ist die Arbeit entsprechend viel und der regelmäßige Helferanteil bei 15 Mitgliedern entsprechend gering…

Wenn ich mir die politische Lage in Europa so anschaue und dann Postings sehe, wie in Bayern gerade Panzer verladen werden, dann könnte ich mir das tatsächlich vorstellen…

Andererseits kommt es für mich als pflichtbewußte Beamtin mit familiären Verpflichtungen in der bayerischen Heimat nicht in Frage auszuwandern. Außerdem wäre es auch in finanzieller Hinsicht einfach dumm…

Solange ich hier bin, werde ich jetzt aber die Zeit genießen und mich mit freudvoller Anstrengung in den Zentrumsalltag einbringen.

Gestern war öffentlicher Meditationsabend und es gab vorher eine Suppe. Es waren fast alle da.

Heute haben Chris und Sven an der neuen Küche weitergearbeitet, Niki hat geputzt und ich für die fleißigen Arbeiter Pasta mit vegetarischer Bolognese gekocht. 😋

Sven und Chris beim Einsetzen der Schubläden 🪚🔧🪛

Später bin ich dann noch mit der „Linie 5 New Brighton“ an die nur 15 Minuten entfernte Küste am Südpazifik gefahren. Weil es sehr windig und frisch war, bin ich nur kurz über den Pier gelaufen und habe mich dann gleich wieder auf den Rückweg gemacht.

New Brighton Pier
.
.
.
.
.
.
.

Hier kann ich jetzt wieder Gespräche unter Freunden führen und hoffentlich auch mein Englisch verbessern. In den Hostels führt man meist nur organisatorische Gespräche mit den Mitarbeitern oder mit anderen Gästen, die aber auch Deutsche sind. Es hat micht tatsächlich überrascht, wie viele junge Deutsche hier und in Australien unterwegs sind. Das jüngste Mädel war gerade mal 19 Jahre und tingelt alleine 6 Monate durch Australien und Südostasien. Das hat mich tatsächlich beeindruckt.

Jetzt gehe ich noch eine Runde meditieren und dann ins Bett. Um 7:15 Uhr stehe ich wieder auf.

Wünsche schon mal allen Frohe Ostern! 🐰🐣

Reisemüdigkeit

Landschaftlich war die heutige Busfahrt von Queenstown ins knapp 500 km entfernte Christchurch wieder der reinste Genuss. Vom Flachland über das wolkenverhangene Hügelland bis zu schneebedeckten Gletscherbergen war wieder alles dabei und die 8 Stunden vergingen wie im Flug.

Langsam macht sich allerdings ein Phänomen bemerkbar, wie es viele Reisende berichten. Ich werde etwas reisemüde. Seit über drei Monaten bin ich fast nirgends länger als 4 Nächte geblieben, manchmal auch kürzer.

Umso erfreulicher ist, dass ich gerade hier in Neuseeland, speziell im buddhistischen Zentrum Christchurch, meine geistige Heimat gefunden habe, wo ich bis auf Weiteres bleiben kann.

Ashani, Niki, Chris und ich

Weil ich noch am 8. Karmapa Kurs in Glentui Ende April teilnehmen möchte und der anschließende Flug schon gebucht ist, möchte ich jetzt die Chance nutzen und mich schon einmal in einem bewohnten Zentrum ausprobieren und mich in die tägliche Zentrumsarbeit als Mitbewohnerin einbringen, bevor ich dann im Juni im EC als Longterm Guest starte.

Es ist wunderbar einen festen Schlafplatz in einem eigenen Zimmer zu haben, einen festen Meditationsplatz, Freunde, die die gleichen Ziele haben und einen Ofen zum Aufwärmen.

.

Eine Fahrt mit dem Panoramazug nach Greymouth und eine Fährfahrt auf die Nordinsel stehen aber weiterhin auf dem Programm.

Kiwi Park

Meine heutige Fahrt nach Glenorchy in Mittelerde wurde seitens des Anbieters kurzfristig gecancelt. Angeblich ist der Guide erkrankt. – Empfand ich jetzt aber nicht sonderlich schlimm und habe dafür den Kiwi Park besucht. Das war sehr nett und informativ. Hier werden Neuseelands vom Aussterben bedrohte Tierarten in einer möglichst naturgetreuen Umgebung gezüchtet und wenn sie dann stark genug sind, um sich selber gegen ihre Feinde zu verteidigen, wieder in die Freiheit ausgesetzt.

Star des Parks ist natürlich der Kiwi. Von den einst 15 Millionen Kiwis in Neuseeland, sind nur noch 64 000 übrig. Ihr Lebensraum wurde immer kleiner und die (importierten) Feinde immer mehr.

präparierter Kiwi

Da der Kiwi ein nachtaktiver Vogel ist, hat man in seiner Aufzuchtstation Tag und Nacht vertauscht, um ihn besichtigen zu können. Die Halle, in der die aktuell fünf Kiwis leben, wird nachts mit einer Tageslichtlampe erhellt und ist tagsüber komplett abgedunkelt und man musste die eigenen Augen zunächst an die Dunkelheit gewöhnen, um ihn sehen zu können. Weil Kiwis sehr licht- und geräuschempfindlich sind, war fotografieren nicht erlaubt.

Es sieht sehr witzig aus,  wenn sie mit ihrem langen Schnabel im Boden futtersuchend hin und her laufen. Als einzige Vögel haben sie die Nasenlöcher an der Spitze und nicht am Ansatz wie alle anderen Vögel. Außerdem sind sie Laufvögel und können nicht fliegen.

Ein Kiwi ist ungefähr so groß wie eine große Henne und legt ein riesiges Ei, fast in der Größe meiner offenen Hand. Das ist ungefähr damit vergleichbar, wie wenn ein Mensch ein 4-jähriges Kind zur Welt bringen würde. Das Ei wiegt kurz bevor es gelegt wird ca. 450 Gramm und nimmt damit etwa 20 Prozent des ganzen Körpergewichts ein. Weil die inneren Organe komplett verdrängt werden, hört der Kiwi in den letzten Tagen auch auf zu fressen und zu trinken. Ein Kiwi Weibchen wird ca. 60 Jahre und legt in einem Leben ungefähr 100 Eier.

Ei eines Kiwi
Röntgenaufnahme kurz bevor das Ei gelegt wird

Ausgebrütet wird es dann vom Männchen.

Weitere bedrohte Tierarten im Park:

Tuatara gelten als lebende Fossilien aus der 150 Millionen Jahre zurückliegenden Dinosaurierzeit
Regenbogenpapageien
😍
Maorifalke
noch ein Tuatara
Keapapageien sollen sehr intelligent sein
noch ein Kea
„Pounamo“ ist ein güner Jade Stein und hat bei den Maori eine starke spirituelle Bedeutung
neuseeländischer Gecko
Wood Pigeon
Diese Waldtaube ist auf einem Auge blind und bleibt im Park

Morgen fahre ich zurück nach Christchurch und freue mich schon auf die Freunde im Zentrum. 💝📿🌈

Wandertag

In Queenstown gibt es so viele spannende Angebote für Ausflüge und Unternehmungen. Weil ich gar nicht alles schaffen würde und alles sündhaft teuer ist, habe ich mich heute für die günstigste Variante entschieden. Eine knapp 3-stündige Wanderung auf den Queenstownhill. Die war kostenlos und hat obendrein meine Fitness gestärkt. 👍😃 Mit Schrecken musste ich nämlich feststellen, dass meine Kondition in den letzten drei Monaten nachgelassen hat. Der als leicht – mittel ausgezeichnete Pfad, der teilweise durch einen Wald führt, hat mich doch ganz schön zum Schnaufen gebracht… 🤪 Daneben hat er mich aber auch zu einem Feentreffpunkt 🧚‍♂️🧚‍♀️🧚 und zu einem Geocache geführt und oben mit einer tollen Aussicht belohnt.  📸 Was will man mehr? 😊

Einstieg in den Aufstieg
Feentreffpunkt
Es sieht hier tatsächlich sehr belebt aus…
.

Am oberen Ende des Rundwegs, wurde ich zunächst mit einem Geocache, der unter einem Busch versteckt war, bei Laune gehalten, um den finalen Aufstieg noch zu meistern.

Das gefundene „Doserl“ 😃

Oben angekommen bot sich mir dann dieser malerische Rundblick 🤩

Lake Wakatipu
.
.
.
interessante Wolke rechts oben…

Jetzt bin ich tatsächlich etwas platt und verbringe den Nachmittag auf der Couch, in der Lounge es Hostels mit einer Tasse Tee. ☕️ Es soll heute noch regnen. ☔️

Milford Sound

Das frühe Aufstehen heute um 4:45 Uhr hat sich gelohnt. 👍

Weil ich gleich im allerersten Bus nach Milford saß, waren an den Aussichtspunkten, an denen der Bus hielt, noch keine Touristenschwärme unterwegs, vielmehr waren wir in unserem nur halb vollen Bus die einzigen.

Die 6-stündige Hinfahrt führte nach dem Sonnenaufgang zunächst durch eine wolkenverhangene Gras- und Hügellandschaft.

.
wunderschöne Gräser, die bei uns allenfalls in Miniaturausgabe vorkommen.
.

Auf der ganzen Fahrt kamen wir kaum an besiedeltem Gebiet vorbei, allenfalls an einzelnen Farmen.

Merinoschafe, die die Wolle für meine supertollen Shirts liefern 🤍🩶🖤

Als erstes hielten wir an den Mirror Lakes, kleinen Seen, in denen sich die Berge bei Windstille komplett spiegeln.

spiegelblanke Wasseroberfläche
.
.

Beim Monkey Creek ist das Wasser im Bach so klar und sauber, dass man daraus trinken kann. Man hat zudem einen tollen Blick auf einen Berg, dessen Gipfel erst wolkenbedeckt war. Nur wenige Minuten später konnte man plötzlich den Gipfel sehen.

pures, glasklares Wasser
.
.

Ganz zauberhaft war auch The Chasm, ein kurzer Weg, der wie durch einen lichtdurchfluteten Märchenwald führte, voller riesiger Farne und Moos an den Bäumen, von denen es teilweise sogar herunterhing. Wenn ich irgendwo eine Elfe oder einen Gnom gesehen hätte, wäre ich nicht überrascht gewesen. 🧚‍♂️🧌 Wunderschön!

Märchenwald
.
.
.
.
.

Highlight der Tour war dann eine Bootsfahrt auf dem Milford Sound, ein 15 Kilometer langer als Fjord bezeichneter Meeresarm vom Tasmansee.

.
.
.
.
.
.
.
.
.

… atemberaubendes Neuseeland, wie man es auch aus den Magazinen kennt. 🤩

Auf der langen Busfahrt hatte ich aber auch viel Zeit zum Nachdenken…

Mehr dazu vielleicht in einem späteren Beitrag.

Queenstown

… ist DIE Mega-Outdoor-Adventure-Stadt in Neuseeland! Von Mountainbiken über Bungeejumping und Fallschirmspringen bis Jetbootfahren und Zipline kann man hier nach Herzenslust sämtlichen Abenteueraktivitäten nachgehen. 🚲🚤🪂🚁

Die Route ging von Norden nach Süden, Christchurch – Lake Tekapo – Queenstown
Lake Wakatipu in Queenstown

Hier bin ich nach einer 8-stündigen Busfahrt mit dem Intercity und einem Zwischenstopp am Lake Tekapo angekommen. Für mich wird es der Ausgangspunkt für einen Tagesausflug zum Milford Sound morgen sein, einen Fjord den man als Tourist gesehen haben muss. Ansonsten werde ich mich auf’s Wandern beschränken, allenfalls noch eine Ganz- oder Halbtagestour nach Glenorchy machen, eine Siedlung, die landschaftlich sehr reizvoll sein soll und wo Der Herr der Ringe gedreht wurde.

Zwischenstopp am Lake Tekapo
.
.
.
.

Da ich bereits um 6 Uhr abgeholt werde und noch früher aufstehen muss, höre ich jetzt auf zum Schreiben, damit ich noch ein paar Stunden Schlaf bekomme. 😴 Die Tage vergehen so schnell, das ist unglaublich. Ebenso, dass ich jetzt schon seit drei Monaten unterwegs bin. Ich kann es selber kaum glauben. Gute Nacht! 🌛

Die letzten 5 Tage

Jetzt bin ich wieder in Christchurch und für eine Nacht im buddhistischen Zentrum untergebracht, bevor ich morgen meine Rundreise starte. Es ist einfach wunderbar und ein wahres Geschenk, auch am anderen Ende der Erde Freunde zu haben, wo man jederzeit willkommen ist.

Was habe ich die letzten 5 Tage gemacht?

Im Prinzip waren die Tage alle ähnlich.

Aufstehen um 6:30 Uhr und mit einer Tasse Tee, vorm Häuschen, den wunderbaren Sonnenaufgang genießen.🌄

.
.
.
.
.

Ab 7:30 Uhr erste Medisitzung 📿🧘‍♀️

Danach Kaffee und kleines Frühstück (Fertigmüsli); Nachrichten, Dharmaliteratur auf Englisch oder irgendetwas anderes lesen.

Ab ca. 9 Uhr zweite Medisitzung 📿🧘‍♀️

Danach großes Frühstück mit 2 Rühreiern, Toast, Butter, Käse und Marmelade; im Anschluss Geschirr spülen im 250 Meter entfernten Spülbecken, quer über die Wiese, wo sich auch Dusche und Toilette befinden, um danach ein bisschen im Internet zu surfen oder irgendeinen Putzjob zu übernehmen, z. B. sämtliche Außenfenster zu putzen, die voller Fliegen💩 sind.

Ausblick aus der großen Gompa

Ab ca. 13 Uhr dritte Medisitzung 🧘‍♀️📿

Danach habe ich immer einen Spaziergang gemacht. Mit dem Wetter hatte ich richtig Glück, da in Neuseeland bereits Herbst ist und das Wetter sehr unbeständig. ☀️☀️☀️

.
.
.

Nach meiner Rückkehr gab es zum Linner (Lunch-Dinner) irgendein aufgewärmtes Nudelgericht aus der Dose. Es gibt hier nur eine Herdplatte. Und zum Nachtisch frischen Obstsalat. 😋 Danach ging’s wieder über die Wiese zum Abspülen…

Spätestens vor der letzten Medisitzung um ca. 19 Uhr habe ich noch alles gemacht, was man hier sonst noch tun kann, nämlich Wäsche waschen, duschen, Haare waschen und föhnen, whatsappen usw.

Begegnet ist mir die letzten fünf Tage tatsächlich kein Mensch, nur Bienen und riesige Hummeln, von denen heute eine direkt in mein Spülwasser gestürzt ist und nur in letzter Sekunde von mir gerettet werden konnte.

Morgen gib es leider keinen tollen Sonnenaufgang 🌄  mehr für mich. Trotzdem werde ich wieder, wie die letzten Tage, früh aufstehen, um ab 8:30 Uhr mit dem Bus nach Queenstown zu fahren.

Glentui

.

Hier oben, eine Autostunde von Christchurch entfernt, habe ich mich heute für ein 5-Tages-Retreat aussetzen lassen.

In den nächsten Tagen wird es hier nicht viel zu berichten geben.

Mein süßes 10 Quadratmeter Häuschen, in dem ich die nächsten Tage wohnen werde.
Meditationsplatz
Küche; links befindet sich die Leiter zum Schlafplatz unter dem Dach
Große Gompa…
… von innen

Es gibt hier keine gefährlichen Tiere und keine Menschen. Es braucht sich also niemand Sorgen machen, wenn ich mich die nächsten Tage nicht melde. 😉

Für diejenigen, die das lustig finden oder sich fragen, warum ich das mache:

Gemäß den buddhistischen Belehrungen, denen ich vertraue, gibt es in dieser Welt nichts Dauerhaftes, worauf man sich wirkĺich verlassen könnte. Nur der eigene Geist, der die Dinge hervorbringt und erlebt, ist das Einzige (glückbringende), worauf man sich dauerhaft verlassen kann. Spätestens, wenn diese Welt, inclusive meines eigenen Körpers, einmal auseinanderfällt – wann und wie auch immer – möchte ich vorbereitet sein. Meditation ist das Mittel und die Retreatstelle in Glentui ein wunderbarer Ort hierfür. 😍💎🌈

DANKE den paar Freunden, die diese einmalige Stelle geschaffen haben und am Laufen halten! 🙏

In ganz Neuseeland gibt es nur 45 Diamantweg Buddhisten…

Freunde

In Neuseeland, zumindest auf der Südinsel, ist es bereits ziemlich frisch, keine 20 Grad  mehr und es herbstelt bereits. Fast 20 Grad Unterschied zu Australien, wo ich mich vorgestern noch befunden habe. 🥶

.

Auf Sightseeing habe ich momentan noch keine rechte Lust und neben einem kurzen Supermarktbesuch um Lebensmittel für die nächsten Tage in Glentui einzukaufen, habe ich die restliche Zeit mit den Freunden im Zentrum, neben dem eingeheizten Schwedenofen, verbracht.

Ich, Jakub und Elli

Jakub und Elli sind ein tschechisches Pärchen, haben früher beide in der Entwicklung bei Skoda gearbeitet und reisen jetzt seit 5 Jahren. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie als Tauchlehrer, wenn sie gerade in entsprechenden Ländern sind oder mit anderen Gelegenheitsjobs, die sich gerade ergeben. Die letzten beiden Monate haben sie in einem Blumengroßhandel gearbeitet und mit dem dort angefallenen Überschuss, alle Räume des Zentrums hier reichlich dekoriert.

.

Dorrit, die in einem Tourismusbüro arbeitet, hat heute mit mir eine grobe Route für die Südinsel erstellt. Vor 5 Jahren hat sie mit Sven, ihrem Mann und dem damals eineinhalbjährigen Sohn noch in Immenstadt gewohnt. Jetzt lebt die ganze Familie hier in Christchurch.

Lauter mutige Menschen hier, die große Ziele hatten und dann gesprungen sind. 👍

Christchurch – Neuseeland

Jetzt bin ich wirklich am anderen Ende der  Welt angekommen, mit einem Zeitunterschied von genau 12 Stunden.

Bis Montag werde ich mit mehreren Mitbewohnern im buddhistischen Zentrum von Christchurch wohnen und dann alleine  nach Glentui fahren bzw. Chris fährt mich hin, für ein kurzes Retreat bis Freitag.

Bereits bei meiner Ankunft nach Mitternacht, obwohl bereits alle geschlafen haben und mir nur ganz kurz die wichtigsten Räumlichkeiten – mein Zimmer, Bad, Toilette und Küche – gezeigt wurden, habe ich mich sofort wie zu Hause gefühlt.

Buddhistisches Zentrum Christchurch 😍
Gompa
Wohnbereich
.
Garten zwischen Gompa und Haus
.
.

Gestern, bei der Einreise am Flughafen  hatte ich noch ein skurriles Erlebnis. Bestimmte Visa- und Ländergruppen durften durch ein sich selbst öffnendes E-Gate einreisen, in das man lediglich seinen Pass schiebt und dann fotografiert wird. Bei mir hat es sich allerdings nicht geöffnet, sondern Alarm geschlagen und ich musste bei einem Zollbeamten vorsprechen. Er fragte mich, ob ich in den letzten 12 Monaten eine Gefängnisstrafe verbüßt habe. Ich habe das natürlich verneint. Mit ernster Miene meinte er, dass ihm das E-Gate diese Information übermittelt habe und warum ich das nicht auf meinem Einreiseformular angegeben habe. Ich habe wiederum verneint. Mit einem durchdringenden Blick hat er mich zunächst noch ein paar Sekunden in Augenschein genommen und dann zögerlich weitergeschickt. Woher E-Gates solch seltsame Informationen über mich haben?? 🤔 Big Brother is watching you!!!