Im Europazentrum „EC“

„EC“
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Gestern Nachmittag bin ich im EC angekommen, wo ich, wenn alles gut läuft, bis nach dem Sommerkurs, Mitte August, als Langzeitgast wohnen werde.

Das Europazentrum ist das internationale Hauptzentrum der über 600 weltweit von meinem Lehrer Lama Ole gegründeten Diamantweg Zentren, im Aufrag seines Lehrers, dem 16. Karmapa.

Das Ziel ist, im Zusammenleben mit anderen Buddhisten aus der ganzen Welt und unterschiedlichen Kulturen, auf der Grundlage der buddhistischen Belehrungen, durch Meditation und Arbeit mit dem eigenen Geist, miteinander zu lernen und sich weiter zu entwickeln.

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Entgegen meiner anfänglichen Bedenken, wie ich es schaffen soll, in einer so riesigen Wohngemeinschaft, die zum Einen aus ca. 40 festen Bewohnern, die sich untereinander alle kennen und zum Anderen aus zahlreichen wechselnden (Mehr-)Tagesgästen besteht, einen Platz zu finden, war der Anfang dann doch recht entspannt.

Ein paar kenne ich schon von früheren Reisen und Kursen. Durch die Mithilfe in der Küche bin ich dann zudem mit anderen in Kontakt gekommen. Außerdem wissen auch alle Bewohner Bescheid, wenn „ein Neuer“ kommt…

Weil der Lama gerade in Karma Guen (Spanien) ist, ist es auch im EC gerade extrem ruhig und überschaubar. Außer den Bewohnern und ein paar anderen Langzeitgästen ist eigentlich gerade niemand da. Für mich der perfekte Einstieg! 😊

Wieder zuhause

Ein kurzer Zwischenbericht, nach gut einer Woche in der Heimat.

Nach meiner Ankunft am Landshuter Bahnhof, war es, als ob ich nie weg gewesen wäre. Alles sehr vertraut und unverändert.

Natürlich war es eine große Freude, als ich meine Familie und meine Freunde wieder gesehen habe. 🥰

Durch die Möglichkeiten des Internets ständig in Verbindung zu bleiben und durch diesen Blog, alle ein Stück weit mit auf die Reise nehmen zu können, hat allerdings auch nie eine wirkliche Trennung stattgefunden, außer dass man sich eben ein paar Monate nicht gesehen hat.

Wie nach jeder Rückkehr von einer meiner Asienreisen, bin ich standardmäßig auch wieder mit Darm- und Grippesymptomen erst einmal ein paar Tage im Bett gelegen.🥴 – War zwar diesmal nicht weiter tragisch, nur eben auffällig.

Was mich mehr erschüttert hat, war der Umstand, dass ich mich wieder unmittelbar im Geschehen sämtlicher Katastrophenmeldungen wie Überschwemmungen, Mord und Totschlag, befunden habe. ☹️ Während meiner Reise war das alles sehr weit weg…

Ansonsten habe ich jetzt meine Wohnung wieder soweit auf Vordermann gebracht, meine Steuererklärung gemacht und einen Termin zum Führerscheintausch für Freitag.

Am Montag werde ich dann ins Allgäu fahren… ⛰️🐃📿🧘‍♀️

Sommerpause

Nach fünf Monaten auf Weltreise in den Ländern Indien – Sri Lanka – Malaysia – Australien – Neuseeland – Thailand und Nepal geht es jetzt erst einmal wieder zurück in die Heimat.

Die Sommermonate Juni, Juli, August 2024 werde ich im buddhistischen Europazentrum im Allgäu verbringen, wo ich zunächst als sogenannter Longtermguest bis Ende Juni am Zentrumsalltag teilnehmen werde.

https://europe-center.org/

Im Juli beginnt dann der Aufbau des alljährlichen Sommerkurses zu dem mehrere Tausend Besucher erwartet werden. Dieser startet am 22.07.2024, dauert bis 04.08.2024 und wird dann wieder abgebaut

Im September 2024 geht’s dann weiter in Mexico. 🇲🇽

Beim Schamanen

Weil ich, trotz meiner grundsätzlichen Bodenständigkeit, auch schon immer ein Faible für Esoterisches und okkult Anmutendes hatte, konnte ich jetzt bei der Gelegenheit an einer schamanischen Sitzung teilzunehmen nicht widerstehen.

Heute Morgen bin also zu dem vereinbarten Treffpunkt, einem Café in Thamel gefahren, wo ich zunächst von meinem Vermittler eine etwa halbstündige Einführung in den Schamanismus, seine Entstehung, Entwicklung und Bedeutung für die Menschen in Nepal bekam.

Grob gesagt geht es darum mit verschiedenen (Heils-)Techniken auf einer geistig-energetischen Ebene Heilung und Lösungen bei verschiedenen Problemen und Krankheiten herbeizuführen. Hierbei gibt es eine breite Palette an Möglichkeiten, wobei in Nepal aber nur Gesänge und Mantren erlaubt sind. In anderen Ländern würden auch Substanzen, z.B. Pilze eingesetzt, deren Anwendung hier jedoch verboten ist.

Wer mehr hierüber erfahren möchte, kann dies hier nachlesen:

https://eyesonnepal.com/tour/shaman-consultation-in-nepal/

Danach sind wir dann zu dem Tempel gegangen, wo mich der Schamane schon erwartet hat, um mir noch die letzten bösen Geister auszutreiben. 👹

Schamane Bomjom…
… beim Heraustrommeln meiner negativen Energien
… und Untersuchen meiner Handlinien, anhand derer er Aussagen über meinen Charakter und meine Persönlichkeit trifft und wie diese sich auf meine verschiedenen Lebensbereiche auswirken.
erstes Heraustrommeln, bei dem ich ihm wegen meiner offenen Augen aber zu unkonzentriert war und danach bei geschlossenen Augen noch ein Stöckchen dazwischenhalten musste, s. 1.+ 2. Bild

Anhand von Geburtsdaten hat er dann noch Aussagen über vergangene, bestehende bzw. künftige Beziehungen getroffen und weshalb die Einen harmonieren und die Anderen nicht.

Beruflich bin ich wieder einmal darin bestätigt worden am richtigen Platz zu sein.

Erwartungsgemäß habe ich natürlich keine durchschlagenden Neuigkeiten erfahren, aber letztendlich war das Ganze recht nett, unterhaltsam und teilweise auch amüsant. Und meine bösen Geister bin ich jetzt hoffentlich auch alle los. 😄

Ende der Session
Schamane Bonjom und ich

Morgen werde ich noch die zwischenzeitlich in Brokat gefassten Thangkas abholen und dann langsam meine sieben Sachen packen…

Unterwegs in der Stadt

Mit dem Bus bin ich heute Morgen in den Stadtteil Thamel gefahren, um dort Besorgungen zu machen.

Busfahren in Kathmandu ist besonders. Es gibt hier nur Bushaltestellen, aber keinerlei Fahrpläne.

Man stellt sich einfach hin, wartet bis ein Bus kommt und wartet welche Zielhaltestellen dann mündlich ausgerufen werden. Daraufhin steigt man dann entweder in den Bus ein oder auch nicht.

In Thamel bin ich in einen empfohlenen Thangka Shop gegangen, ein Geschäft, das von Hand gemalte buddhistische Kunstwerke zu Meditationszwecken verkauft und habe dort erfolgreich zugeschlagen.

Thangka Shop
Korlo Demchog in Vereinigung

Danach habe ich mich der Einfachheit halber, weil es schon wieder so heiß war, mit dem Taxi nach Swayambhu, einer bedeutenden buddhistischen Tempelanlage, fahren lassen.

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Hier war ich 2017 schon einmal mit einer Pilgergruppe, habe entsprechende Erklärungen bekommen, meditiert und den ganzen Tempelkomplex völlig anders wahrgenommen als heute.

Heute habe ich mich nur wie ein Tourist unter vielen gefühlt, habe die Stupa zwar ein paarmal umrundet, Mantras gemurmelt und gute Wünsche zum Besten aller gemacht, ein paar Fotos geschossen und bin dann aber bald wieder abgezogen.

Wie auch der Boudha Stupa oder die imposanten Tempel Thailands, dienen diese Bauwerke mit Spirit vielen inzwischen scheinbar nur mehr als besondere Kulissen für Fotoshootings oder Selfies anstatt für Pilgerzwecke oder buddhistische Praxis…

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Aussicht auf Kathmandu
Aufgang zur Tempelanlage
Im Bus zurück nach Boudha

Morgen werde ich zu einem Schamanen gehen. Bin schon sehr gespannt…

Nepal – Kathmandu

Den Flug nach Kathmandu hatte ich bereits Ende April in Neuseeland gebucht, weil ich meine Route bereits kannte und der Preis für diesen Tag günstig war.

Dass ich genau an Vesak hier landen würde, war mir damals nicht bekannt. Was für eine Überraschung!

Vesak ist der höchste buddhistische Feiertag. Er erinnert an Geburt, Erleuchtung und Parinirvana des historischen Buddha und wird immer am Vollmondtag im Mai gefeiert.

Die Boudha Stupa wurde im 5. Jahrhundert erbaut und ist 36 Meter hoch

Bei meiner Ankunft gestern Abend konnte ich mit dem Taxi gar nicht bis zu meinem Hostel vorfahren, das sich direkt neben der Boudha Stupa befindet, da die Straßen und Gassen, durch die gerade tausende Pilger in Richtung Stupa strömten, gesperrt waren.

Die letzten paar Hundert Meter bin ich zu Fuß gelaufen, habe dann nur kurz im Hostel eingecheckt und mich dann auch gleich unter die Feiermenge gemischt und die Stupa umrundet.

Tolle Atmosphäre an der Stupa
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Butterlamp Offering

Den heutigen Tag habe ich, u.a. um mein Bein noch zu schonen und mich vor den aggressiven UV-Strahlen zu schützen, fast ausschließlich im Hostel oder in einem überdachten oder schattigen Bereich in der Nähe der Stupa verbracht.

Auf den Straßen Kathmandus…
Boudha Stupa bei Tag
Butterlamp Offering Room
Guru Rinpoche
Platz um Boudha
nochmal eine andere Perspektive…
und noch eine…
Vom Rooftop des Hostels
… und von der Dachterasse eines Cafés…
Taubenfütterung

Thailand – Zusammenfassung

In Thailand war ich 19 Tage, von 05.05. – 23.05. – Eigentlich viel zu kurz, aber die Anschlussflüge waren schon gebucht.

Nach den ersten „Schocktagen“ in Bangkok war es wirklich super! –

Der Tauchkurs auf Koh Tao, das Treffen mit Metty und Armin auf Koh Phangan, das leckere Essen überall, die Rolleraktion und die Inseln Koh Tao und Koh Phangan mit ihren weißen Stränden und traumhaften Sonnenuntergängen im Allgemeinen, waren einfach total chillig. 🏝👙🍹

So chillig, dass ich es gar nicht mehr weiter geschafft habe, was jedoch zum Teil auch dem wechselhaften Wetter geschuldet war.🌞🌦☔️⛈️🌞

Jetzt kann ich verstehen, dass man die längste Zeit auf Weltreise oder in Rente irgendwo in Thailand verbringt. 😃

Die Thais sind superliebe, hilfsbereite Menschen, die Lebenshaltungskosten günstig und der öffentliche Transport ist sehr gut organisiert, so dass man Thailand auch als Reiseland für erstmals Alleinreisende (Frauen) sehr empfehlen kann.

Bestimmt werde ich irgendwann einmal wieder nach Thailand kommen 😊

Flug Bangkok – Kathmandu

Fast geschafft

Bin jetzt wieder in Bangkok, nach 12 Stunden Fahrt mit Bus und Fähre. Es regnet.

Ethos- vegetarisches Restsurant
… direkt um die Ecke des Hostels 😋

Dank Ibu800, Stützverband, Schonung und Heilenergie kann mein Knie jetzt zumindest kurze Strecken von ein paar Hundert Metern humpelnd zurücklegen.

Morgen Vormittag werde ich mich nur in der näheren Umgebung des sehr zentral gelegenen Hostels aufhalten und Mittag gleich zum Flughafen und in Richtung Kathmandu für die letzten 5 Tage durchstarten. ✈️

Zu früh gefreut

Im Idealfall habe ich heute zum letzten Mal Wäsche gewaschen. 👚👙 Nicht weil es schon unbedingt notwendig gewesen wäre, sondern weil die Bedingungen gerade sehr günstig waren. – Genug Platz, gute Aufhängmöglichkeiten und gutes Wetter zum Trocknen. Das hat man tatsächlich nicht überall, auch wenn es dann trotzdem immer irgendwie geht…

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Ich kann es noch gar nicht recht glauben, dass ich bereits in einer Woche wieder (kurzzeitg) zuhause sein soll.

Immerhin werde ich davor auch noch in ein anderes Land reisen. 5 Tage Kathmandu in Nepal, weil es irgendwie auf dem Weg liegt. Dennoch erfordert es auch wieder ein komplette Umstellung.

Wie es die Ironie des Schicksals will, ist mir dann heute noch das Unglaubliche passiert. Meine Sonnenallergie ist Dank der Medikamente schon merklich abgeklungen, so dass ich schulterbedeckt mittags noch kurz auf den Markt fahren konnte, um dann den Motoroller am Spätnachmittag fristgerecht abgeben zu können.

Auf der 50 Meter langen, steil bergab führenden Straße, von meinem Parkplatz vor der Hütte bis zum Rollerverleih, hat es mich dann an einer sandigen Stelle leider noch geschmissen und zwar genau in dem Moment als ich den Roller zurückbringen wollte und mich gefreut habe, dass nichts passiert ist. 🤪

Dem Roller ist tatsächlich nichts passiert, aber irgendwie habe ich mir mein Knie verdreht und geprellt.

Morgen werde ich nach einer kurzen Fährfahrt den ganzen Tag über im Bus sitzen – zum Glück habe ich mir für ein paar Baht mehr wieder ein VIP-Ticket mit besonders bequemen Liegesitzen gekauft. 😁

Die Frage was ich dann den letzten Tag in Bangkok mache erübrigt sich und ich muss auch erst um 12 Uhr aus dem Hostel auschecken, so dass ich dann gleich direkt zum Flughafen fahren kann.

Bis zu meiner Landung in Kathmandu hoffe ich dann wieder einigermaßen schmerzfrei laufen zu können.🚶‍♀️‍➡️

Hüttentag

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Wie schon in Sri Lanka, habe ich mir wieder eine krasse Sonnenallergie eingefangen. Auf der Rückseite von Armen und Beinen, am Hals und im Gesicht alles geschwollen und rote Punkte. Bei solch extremen Wetterbedingungen hilft auch kein Eicremen mit LSF 50, sondern nur noch drinnen bleiben.

Am Spätnachmittag, als die größte Hitze vorbei war, habe ich mich dann auf meinen Roller geschwungen und bin in die nächste Apotheke gedüst. Von Sri Lanka weiß ich, dass das ohne Medikamente immer schlimmer wird, aber mit den richtigen Medikamenten in ein paar Tagen wieder weg ist.

Den morgigen Tag werde ich also ähnlich wie den heutigen verbringen, lediglich meine tolle Aussicht von der schattigen Veranda genießen, vielleicht mal kurz in den Pool springen und am Spättnachmittag ins 10 Kilometer entfernte Thongsala auf den Pantip Market fahren, wo es das mega Streetfood und die über hundert verschiedenen Sorten superleckeren Smoothies für 40 Baht (1€) gibt. 😋

Am Abend werde ich dann ein letztes Mal den Haad Yao Beach entlang laufen und in meiner Lieblingsbar, bei einem Strawberry Daiquiry, den Sonnenuntergang über dem Meer genießen, außer natürlich es regnet…

Das ist einfach jeden Tag schön. ☺️

Am nächsten Morgen geht es dann schon wieder zurück nach Bangkok…