Ankunft in Agra

Nichts wie raus aus Delhi und seinen 32 Millionen Einwohnern. Mit dem Zug geht es jetzt weiter nach Agra.

Agra ist eine Stadt im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Dort befindet sich das bekannte Taj Mahal, ein Mausoleum, das Großmogul Shah Jahan für seine 1631 im Kindbett gestorbene Frau Mumtaz Mahal erbauen ließ. Das Taj Mahal wurde 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Heute gilt es wegen der Harmonie seiner Proportionen als eines der schönsten und bedeutendsten Beispiele des Mogulstils.

Das Wetter ist heute leider nicht ideal, aber am Freitag hat das Taj Mahal geschlossen und wer weiß, ob es am Samstag besser wird.

Die indischen BesucherInnen des Taj Mahal scheinen übrigens auf schlecht angezogene EuropäerInnen mittleren Alters zu stehen. Ich hätte mir heute bestimmt 50 Euro dazu verdienen können, wenn ich für jedes Foto mit einem Inder oder einer Inderin einen Euro verlangt hätte. Wer weiß, vielleicht tut sich ja doch noch ein neues Geschäftsmodell auf. 📷💰😂

Die „Kälte“wird langsam zur Herausforderung für mich. Tagsüber hatte es in der Spitze gerade mal 16 Grad Celsius. In den Räumen ist es meist noch kälter und man kann sich nirgends aufwärmen, weil es hier keine Heizungen gibt. 🥶

Reinigung

Jetzt hat es mich doch noch erwischt. Während die Mädels aus meinem Zimmer schon sehr früh mit „Magen-Darm“ und allem was dazu gehört zu kämpfen hatten – und das, obwohl man hier bei allem sehr auf uns empfindliche Westler eingestellt ist – wurde ich in der letzten Nacht des Kurses auch noch davon heimgesucht. Auf den genauen Ablauf werde ich jetzt nich näher eingehen, nur dass ich sehr froh bin, dass es mir hier im KIBI passiert ist. Den darauffolgenden Tag habe ich fast ausschließlich im Bett verbracht. Unter den Kursteilnehmern war eine amerikanische Krankenschwester, die sich sehr rührend um mich und alle anderen Erkrankten gekümmert und mit der notwendigen Medizin und Essen versorgt hat. Was für ein „Glück“! Meinen Aufenthalt hier habe ich jetzt um einen Tag verlängert. Mittlerweile geht es mir wieder besser. Morgen werde ich dann mit dem Gatinaam Express weiter nach Agra fahren.

Silvester

EIN GESUNDES, FRIEDLICHES UND

FREUDVOLLES JAHR 2024 !!!

Wie haben wir Silvester hier in Delhi verbracht? Ich ziemlich unspektakulär. Zwei meiner Zimmergenossinen haben die „Sojong Gelübde“ abgelegt. Diese legt man immer morgens um 6 Uhr für die nächsten 24 Stunden ab und bedeutet:

– nicht töten
– nicht stehlen
– nicht lügen
– kein Sex
– kein Essen nach 12 Uhr Mittag – nicht singen, nicht tanzen, nichts Parfümiertes, kein Schmuck
– kein hohes, breites oder weiches Bett
– kein Alkohol oder sonstigen Gifte

Da man hier mit „Reinigungen“ rechnen muss, ich mein Bett zusätzlich aufgeweicht habe und auf das leckere Essen am Abend nicht verzichten wollte, habe ich die Gelübde nicht genommen.

Wir sind also zu viert, bis ca. 23 Uhr, im KIBI Café gesessen, haben mit einem Hot Ginger-Lemon-Honey noch auf meinen Geburtstag angestoßen und haben vor Mitternacht, mit Stöpseln in den Ohren, das Licht im Zimmer ausgeschalten.

Von anderen wurde mir berichtet, dass die Straßen voller Menschen waren, es aber friedlich zuging und zu keinen Ausschreitungen wie in Neukölln kam. Feuerwerk gab es kaum.

Abschied von Karmapa

Heute war der letzte Tag mit Karmapa. Die Mönche haben ihm Mandala Gaben dargebracht und eine Dankesrede gehalten.

Anschließend haben noch einige freiwillige Helfer, die namentlich vorgelesen wurden, ein Geschenk von Karmapa bekommen. 🎁

Ich war auch dabei. 🥰

An Karmapas letzte Worte kann ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich erinnern. Den anderen, die ich gefragt habe, ging es allerdings auch nicht besser. Es ist offensichtlich noch viel Arbeit mit dem eigenen Geist nötig, um aus dem Tiefschlaf zu erwachen…

Am Nachmittag gab Khenpo Chochok einen Vortrag zum Thema „Sangha“

Am Abend Drubpon Nyigyam Rinpoche zur Meditation auf Diamantgeist. Es wird (unbestätigt) gesagt, dass er 30 Jahre im Retreat verbracht hat.

Indien

Lange habe ich mir Gedanken gemacht, wo ich mein Sabbatical starte. Als ein öffentlicher Meditationskurs mit dem 17. Karmapa angekündigt wurde, war es für mich als Buddhistin klar, wo die Reise beginnt.

Seit 23.12.2023 bin ich nun im KIBI – Karmapa International Buddhist Institut – in Delhi, eine Art buddhistisches Kloster.

Der 17. Karmapa ist das Oberhaupt der Karma Kagyü Linie und gibt hier neben anderen Lamas und Rimpoches täglich buddhistische Belehrungen und wir meditieren zusammen.

Mit ca. 200 Teilnehmern ist der Kurs relativ klein und die Atmosphäre sehr familiär.

Mein Zimmer teile ich mit drei netten Mädels aus DE (Stade) und NL. Die Betten sind so hart, dass man genausogut auf dem Fußboden schlafen könnte. Gut, dass ich noch mein Isoluftmatratze eingepackt habe, die ich jetzt dazwischen schieben kann. 😊 Neben der starken Luftverschmutzung ist es tagsüber angenehm warm, aber nachts eiskalt. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 23 und 8 Grad Celsius und es gibt keine Raumheizungen. Dafür sind die Bettdecken sehr dick, so dass es nachts trotzdem sehr kuschelig warm im Bett ist. Außerdem habe ich mir noch einen Yakwollschal gekauft, den ich aber meist nur zum Meditieren benutze.

Das Essen ist sehr reichlich, frisch und lecker. 😋 Es gibt 3 Mahlzeiten täglich.

Da mich die Hektik, der Verkehr, die vielen Menschen und das Chaos in Delhi immer noch abschreckt, habe ich mich, bis auf einen Besuch des Tibetischen Marktes am 2. Tag, noch nicht vor die Klostermauern getraut.

Ich werde weiter berichten. 🌸

Tag vor der Abreise

9,6kg! Das ist zuviel. Nochmal was dickes aus dem Rucksack rausnehmen und am Körper tragen. Etwas umpacken in den kleinen Rucksack, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Und dann noch die kleine Flasche und den Rasierschaum daheim lassen. Es wird trotzdem nicht viel weniger. 8,9 kg und der kleine Rucksack… Oje! 😱

Bei der Buchung durfte man noch 8kg mitnehmen. Jetzt sind es plötzlich nur noch 7kg.

Will See what will happen!

Noch 2 Tage…

Endlich ist es soweit! In zwei Tagen beginnt meine Weltreise. Seit Wochen sammelt sich sämtliches Zeug für die Reise auf meiner Wohnzimmercouch an. Jetzt wird gepackt. Max. 8kg sollen in meinen 40l Osprey Fairview verstaut werden können. Ob das klappt?

Nützliche Dinge: Filterflasche, mobile Waschmaschine und WLAN Router, Reisesdapter, 2. Handy + Brille, Taschenlampe, Föhn, Powerbank, Wäscheleine u. Waschmittel, wasserdichter Bauchgurt,
Reiseapotheke
Zusätzlicher kleiner Rucksack und Bauchgurt gefüllt mit einer Isomatte, kl. Daunenschlafsack, Regenschirm, kleine faltbare Tasche, Geldbeutel, und Dokumenten
Kleidung: 2 lange Hosen
1 leichte Daunenjacke
1 Merino Jacke
2 kurze Leggings
1 Langes Merino Shirt (warm)
1 langärmliges Shirt (leicht)
3 (Merino) T-Shirts
2 Merino Tops
2 Kleider
2 Röcke
1 kurze Hose
1 Paar Ballerina (o. Abb.)
1 Paar FlipFlops (o. Abb.)
1 Wanderschuhe (o. Abb.)
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