Nach den Galapagosinseln hätte man es eigentlich gut sein lassen können. Besser geht es nicht mehr.
Der Gedanke an das nass-kalte November-Deutschland hat mir allerdings einen Schauer über den Rücken gejagt und der Flug nach Rio war ohnehin schon gebucht. Daher bin ich vorgestern erst einmal noch in mein letztes Reiseland, Brasilien, aufgebrochen und nach zwei Zwischenlandungen und einem durchschlafenen Nachtflug, ausgeruht in Rio angekommen. Wenn alles gut läuft, gelingt mir vielleicht sogar noch ein kleiner Sprung nach Argentinien. Mal seh’n…
Als erstes bin ich gleich an den Strand, der nur einen Block von meinem Hostel entfernt und in wenigen Minuten fußläufig erreichbar ist.
Strand von Ipanema
Danach habe ich noch eine Runde um den See auf der anderen Seite des Stadtviertels gedreht. Der Umfang beträgt ca. 8km.
Lagoa Rodrigo de Freitas, der See in der Mitte; oberhalb Ipanema und darüber der Südatlantik.
Heute Morgen bin ich mit einer Zahnradbahn zum Wahrzeichen von Rio hochgefahren, einer monumentalen Christusstatue auf dem 710 Meter hohen Corcovado. Weil ich durch den ersten Roman der Sieben-Schwestern-Reihe schon einmal tief in die Entstehungsgeschichte des Cristo eingetaucht bin, war es jetzt wirklich besonders ihn auch live zu erleben. Er zählt zu den sieben Weltwundern der Neuzeit.
Cristo Redentor – Die Statue ist 30 Meter hoch und wurde 1931 fertiggestellt. Im 8 Meter hohen Sockel befindet sich eine kleine Kapelle.Heito da Silva Costa war der Bauingenieur des Cristo. Er und seine Tochter spielten eine zentrale Rolle bei den Sieben Schwestern.Ausblick vom Corcovado; rechts oben befindet sich der berühmte Strand CopacabanaDer Zuckerhut, das 2. Wahrzeichen von Rio de Janeiro, 400m hoch.
Viele Bilder wird es hier nicht geben, da Brasilien wieder zu den Ländern zählt, in denen man sein Handy vor der Öffentlichkeit lieber verborgen hält. Einem österreichischen Bekannten, den ich in Ecuador kennengelernt habe, wurde dort gerade erst, mit einem Ablenkungsmanöver, sein Handy unbemerkt aus dem Rucksack geklaut. – Mein absoluter Alptraum! 😱 – Dank einer Ortungsfunktion konnte es ihm die Polizei allerdings kurz darauf wieder zurückbringen.
Sprachlich komme ich langsam an meine Grenzen. Hier wird fast nur Portugiesisch gesprochen. Mit etwas Englisch, Händen und Füßen geht es aber doch immer irgendwie.
Neben den vielen Highlights, die Galapagos zu bieten hat, gab es gestern, an meinem letzten Tag, noch ein ganz besonderes: Einen oder besser gesagt zwei Tauchgänge am Kicker Rock. Das sind zwei Vulkanfelsen, die ca. 150m aus dem Meer ragen und nach einer 1-stündigen Bootsfahrt von San Cristobal aus erreicht werden können.
Kicker Rock
Dieser Ort ist berühmt dafür, hier mit Haien, Rochen und Seelöwen tauchen zu können. Das Kleingedruckte, wo immer das auch stand, dass das wegen seiner oft starken Strömungen eigentlich kein Tauchspot für Anfänger wie mich ist, habe ich natürlich wieder komplett übersehen. Direkt gesagt hat es mir allerdings auch keiner.
Als mir das Tauchcenter, welches ich schon länger ausgewählt und auch besucht hatte, bei einer Vorabanfrage per Whatsapp, mitteilte, dass der Tauchguide nur 5 Minuten auf mich warten würde, falls ich Probleme beim Abtauchen hätte und mich dann ohne Kostenrückerstattung aufs Boot zurückschicken würde, war ich fast ein wenig verärgert, anstatt mich zu fragen, woran es liegen könnte, dass man hier mit Anfängern so hart ins Gericht geht.
Nachdem dann auch noch eine Vorabüberweisung + 15% Aufschlag von mir verlangt wurde, habe ich die Sache erst einmal wieder ruhen lassen und bin gestern, nach meiner erneuten Ankunft auf San Cristobal, noch einmal persönlich im Tauchcenter vorbeigegangen, wo ich vor über einer Woche schon einmal war und die Beratung damals problemlos ablief. Auch heute war es wieder kein Problem. Der ursprünglich genannte Preis stand wieder und niemand hat mir etwas angedroht, falls ich irgendetwas nicht gleich kann.
Heute Morgen um 7:30 Uhr ist unser Boot dann Richtung Kicker Rock aufgebrochen. Neben der Crew, die für das leibliche Wohl an Board sorgte und uns Tauchern beim An- und Ablegen der Tauchausrüstung stets helfend zur Seite stand, waren noch zwei Tauchguides, ein Schnorchler, ein Schnorchlerpaar, das dann doch nicht geschnorchelt ist, eine Forscherin und eine 6-köpfige Tauchgruppe, zu der auch ich gehörte, an Board.
Spätestens als ich herausgefunden hatte, dass alle in meiner Gruppe schon mindestens 60 Tauchgänge oder mehr hatten und ich mir mit meinen sechs Tauchgängen etwas mager vorkam und es an diesem Tag auch noch eine starke Strömung hatte, bekam ich dann doch ein wenig Zweifel, ob ich hier an der richtigen Stelle war. Da war es allerdings schon zu spät und zum Glück ist auch alles gut gegangen.
Dank genügend Gewichten, hatte ich keine Probleme mit dem Abtauchen und dann hieß es nur noch sich irgendwo an der Felswand festzuhalten, um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden
An so einer Felsenwand haben wir uns festgehalten und dann langsam nach unten gehangelt.Wir mußten dabei sehr aufpassen nicht in Seeigel, Seesterne oder Muränen zu greifen, die an den Felsen klebten oder sich in einer Spalte oder einem Loch versteckten.
Die erste halbe Stunde haben wir uns wegen der starken Strömung hauptsächlich nur an einem Felsen am Boden festgehalten, um nicht fortgetrieben zu werden und das beobachtet, was gerade vorbeigeschwommen ist. – Seelöwen sind im Wasser sehr verspielt und an Tauchern und Schnorchlern sehr interessiert. 🦭
🦭😍Schwarzspitzenhai
Das eigentliche Objekt der Begierde aller waren die Hammerhaie, von denen wir dann auch ganze Gruppen gesehen haben. Wegen ihrer Scheu und ihres 360 Grad Blickfeldes, begegnet man ihnen am besten von unten oder oben, wo sie einen nicht sehen können.
Nach den Tauchgängen und einem Mittagessen an Board, haben wir noch einen Stopp auf einer Insel eingelegt, auf der wieder Leguane und verspielte Seelöwen beobachtet werden konnten.
Überall auch viele LeguaneVöllig ungeschützt liegen hier überall Seelöwenbabys am Strand.
Nach 12 Tagen auf den Galapagosinseln heißt es wieder Abschied nehmen von diesen einzigartigen Fleckchen Erde.
Die Reise geht weiter in ein Land, das auf einer Südamerikareise nicht fehlen darf. Die Inspiration hierzu habe ich wieder von netten Begegnungen auf meiner Reise bekommen.
Isabela ist die größte der Galapagos Inseln, vergleichsweise sauber und einfach traumhaft. Hier war ich jetzt drei volle Tage.
Gleich am ersten Tag habe ich vom Rooftop meines Hostels aus eine Lagune mit Flamingos entdeckt. Man kann ihnen zuschauen, wie sie im Wasser stehen und entweder mit langem Hals im Wasser nach Futter suchen oder mit im Gefieder versteckten Kopf schlafen.
Am Strand liegen hier überall Leguane herum. Sie passen sich farblich sehr dem Untergrund an. Besonders beim Spazierengehen über das Lavageröll muss man höllisch aufpassen, dass man nicht versehentlich einmal auf einen drauftritt, weil man sie aufgrund ihrer perfekten Tarnung oft erst im letzten Augenblick wahrnimmt.
Meister der Anpassung
Gestern war ich mit einer für 3 Dollar gemieteten Schnorchelausrüstung in einer kleinen Lagune, die fürs Schnorcheln sehr beliebt und zudem kostenlos ist. Schnorcheltouren mit dem Boot kosten hier um die 100 Dollar.
Durch einen Mangrovenwald geht es zum Schnorchelstrand – auch hier liegen überall Seelöwen herum. Im Wasser schwimmen sie auf einen zu und wollen dann spielen.
Da ich „nur“ eine Riesenschildkröte, einen Rochen und ein paar kleine Fische gesehen habe, mir von mehreren Seiten eine Schnorcheltour zu den Los Tunneles empfohlen wurde und ich aller Voraussicht nach nie wieder nach Galapagos kommen und diese einzigartige Chance auf eine so besondere und vielfältige Unterwasserwelt haben werde, habe ich heute, neben einem noch geplanten Tauchgang in den nächsten Tagen, zusätzlich eine Schnorcheltour gebucht. Und, ja, es hat sich gelohnt, ist einmalig und wirklich fantastisch, was sich hier so alles unter der Wasseroberfläche tummelt…
sehr viele riesige Meeresschildkrötenverschiedene Rochenarten, die, wie mit Flügeln, durch das Meer schweben. Das schaut wirklich sehr anmutig aus…Und süße Seepferdchen, die sich an die Mangrovenäste klammern 😍Weißspitzenhaie – die halten sich überwiegend in den Lavahöhlen auf. Hier bin ich ehrlich gesagt froh, dass ich mit einer Gruppe unterwegs bin. Die Haie sind zwar wirklich friedlich, aber auch ein wenig furchteinflößend….
Nach dem Schnorcheln sind wir mit dem Boot noch zu einer Lavainsel mit vielen Wasserstraßen gefahren, auf der wir einen Blaufußtölpel mit einem Jungem gesehen haben.
Das Nest des Blaufußtölpels ist einfach nur eine Stelle am Boden, die mit einem Kreis aus dem weißen Kot des Blaufußtölpels markiert wird. Nicht mehr.
Man beachte den weißen Fleck am Boden, der das Nest darstellt. Das weiße, flaumige Junge ist ca. 4 Wochen alt und wird hier gerade vom Männchen umsorgt.
Es hat sich wirklich gelohnt diese Tour zu machen. Dennoch ist es ein Unterschied, ob man nur an der Wasseroberfläche dahinschwimmt oder richtig tauchen geht.
Morgen fahre ich auf die dritte Hauptinsel, Santa Cruz.
Ich bin immer noch geschockt von dem, was ich hier erlebt und gesehen habe und kann nicht verstehen, dass man jedem ausländischen Besucher 200 US-Dollar „Conservationfee“ abnimmt und dann die Müllentsorgung nicht auf die Reihe bekommt. Bei täglich, geschätzt, Hundert neu ankommenden Besuchern, sind das jeden Tag 20 000 US-Dollar. Da müsste sich doch leicht etwas machen lassen, wenn man wollte…
Für diese wunderbaren Inseln wäre es sicherlich besser gewesen, wenn sie nicht vom Menschen entdeckt und sich selber überlassen geblieben wären.
Playa Loberia, ein unberührter Strand, 3km außerhalb des Ortszentrums, zu dem ich vormittags gewandert bin.…Seelöwenbabys…VulkangesteinMeine Nachmittagswanderung; hätte ich nur das Schild richtig gelesen…Meine Flipflops haben wieder Höchstleistung erbracht und müssten jetzt dringend durch neue ersetzt werden…1,5 Stunden bergauf und bergab, über Stock und Stein… 🙈…….gelbes Vögelchen im bleichen GeästImmer ein kurzer Schreckmoment, wenn plötzlich solch ein kleines Ungeheuer vor Einem auftaucht…………Überall Vulkangeröll auf den SträndenDieser kleine Kerl mitten auf meinem „Weg“ hat mich 500 Meter vor meinem Ziel, nachdem ich schon mehrmals vorher umdrehen wollte, schließlich doch zum umkehren bewegt..
Bei dieser Wanderung musste ich mich so stark konzentrieren wo ich hintrete, dass sich meine miese Stimmung wegen der ganzen Müllgeschichte völlig in Luft aufgelöst hat.
Morgen fahre ich mit einer Fähre auf die nächste Hauptinsel „Isabela“, wo ich 4 Nächte verbringen werde.
Gestern bin ich in San Cristobal, einer der drei Hauptinseln des Galapagos Archipels, das sich knapp 1000km westlich von Ecuador im pazifischen Ozean befindet, gelandet.
Nachdem ich noch vor der Landung, wie in Australien und Neuseeland, einen Zettel ausfüllen musste, mit Angaben über bestimmte Orte mit Tierpopulationen, die ich in den letzten 72 Stunden besucht habe oder bestimmten Dingen im Gepäck und mit welchen Strafen man bei Falschangabe rechnen muss, war ich dann doch erstaunt, wie wenig ernst man hier die Sache im Gegensatz zu Australien und Neuseeland nimmt.
Für meine Holzmala („Holz“), meine Kekse („Lebensmittel“), meinen Schlafsack („Campingausrüstung“) und meinen Salzkristall aus Bolivien, habe ich entsprechend Ja-Kreuze auf dem Formular gemacht, aber niemanden hat es wirklich interessiert. Der Zettel wurde nur eingesammelt, meine Rucksäcke geröngt und fertig. Und ich hatte mir schon einen Kopf gemacht, was sie mir jetzt alles konfiszieren würden. 🤦♀️
Für einen nachhaltigen Tourismus mit möglichst geringem Einfluss auf das Ökosystem werden bei der Ankunft 200 US-Dollar als Eintrittgebühr in den Galapagos Nationalpark erhoben. Daher bin ich davon ausgegangen, dass die Insel eine Art Paradies sei, so wie man es aus den Tiersendungen im Fernsehen kennt, weitgehend unberührt, sauber und unverschmutzt.
Als mich das Taxi dann zu meiner Unterkunft am Ortsrand brachte und ich später fast durch die ganze Siedlung gehen musste, bis ich den Strand erreichte, war ich fast ein wenig geschockt, wie ungepflegt und vermüllt hier alles ist. Überall nur halbfertige Häuser, Haufen mit Bau- und Eisenschrott und „Gärten“ voller Müll und Gerümpel. Ich kam mir vor wie in Thailand oder Indien. Wirklich traurig anzusehen, wie Menschen immer und überall ihre Spuren aus Müll und Dreck hinterlassen.
Zum Glück macht diese Siedlung nur einen Bruchteil der Insel aus und wird, je näher man an den Strand kommt, auch sauberer und aufgeräumter.
Galapagosinsel San Cristobal – besiedelter Teil, links unten
Der Besuch im Interpretationszentrum über die Entstehung und Entdeckung des Galapagos Archipels war sehr interessant, im Hinblick auf die Schutzmaßnahmen, nachdem, was ich erlebt und mit eigenen Augen gesehen habe, allerdings nicht glaubhaft. Jetzt wäre es wieder einmal sehr interessant zu erfahren, wo die 200 Dollar eines jeden Besuchers tatsächlich hinfließen…
Am Strand wurde ich dann mit diesen Bildern wieder entschädigt 😍
Seelöwen und Seebären überall an den SträndenRote Klippenkrabben…MeerechseDie Darwinfinken lieben PopcornBraunpelikanEin Seelöwe oder Seebär müsste man sein…
🤣es gibt riesige Kakteen auf der InselVom Aussichtspunkt Cerro TijeretasAm liebsten würde man hingehen und sie streicheln und knuddeln… 😍faule SeebärenSeelöweLandleguan.
Alle Bilder unkommentiert, gibt es wie immer auf polarsteps:
Auf die Galapagos Inseln kommt man nur mit einem Flug von der Hauptstadt Quito oder der Hafenstadt Guayaquil.
Weil es in hier auch ein buddhistisches Zentrum gibt, habe ich mich für Quito entschieden und ein Hostel für 3 Nächte in der historischen Altstadt gebucht.
Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es sich beim buddhistischen Zentrum um ein bewohntes Zentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten handelt und die Gegend im Verwaltungsviertel auch etwas sicherer gewesen wäre.
Die politische und wirtschaftliche Situation ist hier gerade etwas schwierig. Über eine entsprechende Facebook Gruppe habe ich erste Informationen erhalten, dass es hier seit Kurzem täglich mehrere Stunden einen von der Regierung gesteuerten Stromausfall geben soll, der bis zu 14 Stunden andauert.
Weiteren Recherchen zufolge sei dies auf die aktuelle Dürre zurückzuführen, dass es nicht mehr genug Wasser gäbe, um die Kraftwerke zu betreiben.
Kurz nach meiner Ankunft im Hostel war der Strom auch schon weg. In meiner Bezirk, immer von 0 bis 3 Uhr morgens und nachmittags von 3 bis 6 Uhr nachmittags/abends.
Die Leute sind alle ziemlich angepisst umd stinksauer, vor allem auf ihren Präsidenten. Wie ich später von Bewohnern erfahren habe, wird er dafür verantwortlich gemacht, dass er auf vorhersehbare Probleme nicht rechtzeitig reagiert und auch nicht entsprechend investiert hätte. Zudem seien auch die diplomatischen Beziehungen zu den Nachbarländern angespannt, weshalb es jetzt schwierig sei, von dort Strom einzukaufen.
Für mich wird das ab morgen wieder Geschichte sein, aber die Menschen, die hier leben, müssen jetzt die Folgen mit allen Konsequenzen ausbaden. Man möge sich einmal vorstellen, was es für uns bedeuten würde, wenn in D täglich zweimal zu einer festgelegten Zeit über mehrere Wochen oder Monate der Strom für drei Stunden abgestellt würde…
Bilder gibt es diesmal nur sehr wenige, da ich zum Einen gerade wenig Lust auf noch eine Stadterkundung habe und man zum Anderen sein Smartphone in der Öffentlichkeit lieber in der Hosentasche lässt… Aufgrund der starken Polizeipräsenz an allen Ecken, fühle mich hier nicht wirklich unsicher, aber auf Nachfrage wird einem schon gesagt, dass es hier, vor allem nachts, ziemlich gefährlich sei.
Mit einem registrierten Uber-Taxi, das mich direkt vor dem Hostel abholt, fahre ich heute Abend noch einmal zu den sehr herzlichen Freunden im buddhistischen Zentrum zum Ngöndroabend und lasse mich in gleicher Weise wieder zurückbringen. 📿
Das einzige Diamantwegzentrum in ganz Ecuador. Lama Ole war übrigens nie hier. Sein letzter Reiseplan wurde schließlich von Corona verhindert.Die Zentrumsmitglieder kommen teilweise aus Kuba, Costa Rica und Venezuela
Morgen früh geht es dann auf die Galapagos Inseln. 🏝🐢🏝🦭🏝🦩
Weil ich es damals nicht auf dem Schirm hatte und nicht ausgestiegen bin, ging es jetzt, am vorletzten Tag meiner Perureise, mit einer Tagestour noch einmal in die Wüste Perus.
Huacachina ist eine Oase in der Atacamawüste und liegt auf der Strecke zwischen Lima und Arequipa, die ich gleich wenige Tage nach meiner Ankunft in Peru gefahren bin.
Huacachina ist eine Oase wie aus dem Bilderbuch, umgeben von riesigen Sanddünen.
Leider war der 18-stündige Trip heute von zwei Pannen überschattet.
Treffpunkt war um 5:15 Uhr an einem nahegelegenen Hotel an der Uferpromenade in Lima. Der Bus würde pünktlich um 5:30 Uhr abfahren und auf niemanden warten. Es kam dann auch pünktlich ein schicker Reisebus, der aber scheinbar überbucht war. Als die einzelnen Namen vorgelesen wurden und die Genannten in den Bus einsteigen durften, blieben zum Schluss vier übrig, zu denen ein Chilene, eine Irländerin, eine Neuseeländerin und ich gehörten. Angeblich war das ein zu kleiner Ersatzbus, weil der eigentliche Bus technische Probleme hatte. Es wurde uns aber gesagt, dass noch ein Shuttle käme.
Nach fast noch einer Stunde Wartezeit, kam dann schließlich – im Gegensatz zu allen bisherigen Fahrzeugen – ein schon etwas in die Jahre gekommener Sprinter, der uns vier dann aber zuverlässig in 3 Stunden bis Paracas brachte, wo wir mit der restlichen Gruppe wieder aufschlossen.
Hier fuhren wir auf einer 2-stündigen Tour – diesmal mit einem richtigen Speedboot… – zu den Ballestasinseln, einer unbewohnten (Felsen-)Inselgruppe, die zahlreiche Guano produzierender Seevögel, den südamerikanischen Seebär und Mähnenrobben beheimatet.
Fahrt mit dem Speedboot zu den Ballestas InselnFelsentorHumboldtpinguine…Guano produzierende SeevogelartMähnenrobbe und Südamerikanische Seebären…noch mehr HumboldtpinguineRobbeAlle 12 Jahre wird die weiße Guanoschicht auf den Inseln abgebaut.
Nach dem Inselbesuch sind wir noch einmal 1,5 Stunden mit dem Bus bis Huacachina, der Wüstenoase gefahren, wo es dann mit heißen Dünenbuggies zum Sandboarding ging.
Huacachina…Durch diese Wüste reitet man hier nicht mit Kamelen sondern mit coolen DünenbuggiesUnsere Viergruppe vom Anfang ist die ganze Zeit über zusammen geblieben. Überall sehr viel Sand, auch in der Luft. Vermummen tut da gut…
Mit dem Dünenbuggy wie in einer Achterbahn und mit einer Geschwindigkeit von gefühlt 160 km/h durch die hohen und steilen Dünen zu pesen, war ein richtiges Abenteuer…😎
Auf der Rückfahrt, die knappe 5 Stunden dauern sollte, hatten wir dann auf halber Strecke noch einen platten Reifen, der gewechselt werden musste. Statt kurz vor Mitternacht, kamen wir schließluch mit 1,5 Stunden Verspätung, um 1:30 Uhr wieder in Lima an.
Zu meiner Überraschung wurden mir heute 50% des Tourpreises für die Unannehmlichkeiten erstattet. 😊
Heute Abend geht es weiter nach Ecuador, drei Tage in die Hauptstadt Quito und dann 12 Tage auf die Galapagos Inseln.
Zum ersten Mal habe ich mich auf meiner Weltreise über mein Zimmer beschwert. Es war eigentlich ganz schön und gemütlich, ein Frauenschlafsaal mit 4 Betten und eigenen Bad.
Vor Machu Picchu war ich bereits im gleichen Hostel, allerdings in einem gemischten Schlafsaal mit 8 Betten und einem Bad außerhalb des Zimmers. Da war es aber ruhig und es hat nicht einmal jemand geschnarcht.
Die letzten beiden Nächte waren grauenvoll. Die Discomusik von nebenan, hat mindestens bis 5 Uhr morgens so laut gedröhnt, dass nicht einmal meine Oropax dem Gewummere wirksam etwas entgegensetzen konnten.
Dann war endlich Ruhe. Da ich immer noch Kopfschmerzen hatte, beschloss ich heute einfach mal liegen zu bleiben. Nach dem Frühstück um 10 Uhr, fing dann allerdings im Hostel an, laute Musik aus Lautsprecherboxen zu dröhnen. Als ich es irgendwann nicht mehr aushielt, ging ich zur Rezeption und erklärte in sichtlich angeschlagenem Ton meinen Unmut und dass sich Kopfschmerzen und eine 24 Stunden Dauerbeschallung nicht vertragen und bat darum die Lautstärke herunterzuregeln.
Entgegen meinen Erwartungen wurde mir daraufhin sogar ein Bett in einem gemischten 6er Zimmer auf der ruhigeren Seite des Hostels angeboten, das ich dankend annahm. Im Nachhinein habe ich dann festgestellt, dass ich das (teurere) 4er Frauenzimmer auf der lauten Seite nicht einmal gebucht hatte.
Tatsächlich habe ich dann den ganzen Tag fast ausschließlich im Bett verbracht und meine weitere Reise, nach Peru, geplant. Die Idee dazu hatte ich bereits in den USA, als ich mir irgendwann wieder einen Strandurlaub mit Tauchmöglichkeit wünschte… ☀️🌴🌊🏖🤿
Morgen geht es aber zunächst einmal zurück nach Lima, wo ich noch einmal 3 Nächte verbringen werde…
Zum Essen habe ich das Hostel heute einmal kurz verlassen. Wirklich Hunger hatte ich allerdings nicht.
Zwischen 03:55 Uhr und 04:05 Uhr sollte ich heute zur Wanderung auf den Regenbogenberg abgeholt werden.
Da um diese Uhrzeit noch immer laute Musik aus der Discothek nebenan dröhnte und ich mit Ohrstöpsel schlief, habe ich den Wecker überhört, aber rein zufällig um 03:50 Uhr auf die Uhr geschaut… 😱
Sofort hatte ich dem Veranstalter eine Nachricht geschickt und 5 Minuten Zuschlag bekommen. Nachdem ich in Windeseile in meine Klamotten geschlüpft bin und noch schnell meine Zähne geputzt hatte, war ich schließlich doch noch mehr oder weniger pünktlich am Treffpunkt.
Nach 2,5 Stunden Fahrt und Frühstück, sind wir mit unserem Van – 90% aller Touristenvans in Peru und Chile sind hier übrigens von Mercedes – auf 4800m angekommen. Ab hier ging es zu Fuß weiter auf über 5000m. Die Wanderung bis zum Aussichtspunkt auf den Regenbogenberg hat nochmals 1,5 Stunden gedauert.
Wem der Aufstieg zu mühsam war, konnte sich auch ein Pferd mieten und bis auf das letzte, extrem steile Stück, hochreiten.Es ist wirklich unglaublich, in welchem Tempo auch ältere Frauen die Pferde hier hochführen.Blick zurückfast geschafftDer Regenbogenberg Oben angekommen, hat es plötzlich zugezogen, sogar leicht angefangen zu schneien und es blies ein eisiger Wind. 🥶Für ein paar Soles kann man die Einheimischen mit ihren Alpakas fotografieren. Wilde Alpakas auf dem Rückweg…
Der Aufstieg war teilweise sehr mühsam und anstrengend, hat sich aber definitiv gelohnt.
Leider bekomme ich über 4000m danach immer Kopfschmerzen. Daher ist für den Rest des Tages und morgen Erholung angesagt.
Ja, es hat sich definitiv gelohnt hierher zu kommen! Und das Wetter hat auch gepasst… Meine träge Stimmung ist wie weggeblasen.
Die 8 Kilometer lange und 40-minütige Busfahrt von Aguas Calientes nach Machu Picchu hat mich fast ein bisschen an den Shuttleservice von Immenstadt ins EC während des Sommerkurses erinnert…
Die Busse fahren von frühmorgens bis zum späten Nachmittag, um die täglich 1.000 Besucher über eine unbefestigte Serpentinenstraße in die Ruinenstadt aus der Inkazeit auf 2400m Höhe zu bringen. Mein Respekt gilt all denjenigen, die hier auf einer 4-tägigen Wanderung die letzten 43 km auf dem sogenannten Inka-Pfad zu Fuß zurücklegen…
Bedauerlicherweise konnte ich ausgerechnet heute keinen englischsprachigen Guide finden. Normalerweise laufen sie mir immer überall hinterher. Es waren nur spanischsprachige Gruppen unterwegs. Erst ganz zum Schluss bin ich einer Gruppe Amerikaner begegnet, da war es dann aber auch schon zu spät. Ich werde mir nun alles wissenswerte über Machu Picchu selber anlesen müssen.
Macchu Picchu wurde im 15. Jahrhundert von den Inka erbaut und 1911 offiziell wiederentdeckt.MP konnte bis zu 1000 Menschen beherbergen und versorgen.Über Sinn und Zweck der Stadt gibt es nur Theorien, aber keine gesicherten Überlieferungen. Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen gelegen und mit einem System von Treppen verbunden waren.MP hatte ein voll funktionsfähiges Bewässerungs- und Kanalsystem.Über den Inka-Pfad ist MP mit der 75 Kilometer entfernten und damaligen Inkahauptstadt Cusco verbunden. Die Inkabauweise kam größtenteils ohne Mörtel aus und die Steine wurden maßgenau zurechtgeschnitten. Wurde doch Mörtel verwendet, meist im oberen Teil, hatte das den Zweck Feuchtigkeit aufzunehmen und die Ausdehnung und Kontraktion der Steine bei Hitze und Kälte zu regulieren. – So oder so ähnlich habe ich das heute verstanden.Bauweise der einfachen Leute
Es ist wirklich beeindruckend diese (Ruinen-)Stadt einmal live gesehen zu haben. Aus Umweltschutzgründen und zum Schutz der Anlage und Belastbarkeit, wurde die tägliche Besuchszeit und Besucherzahl im Laufe der Jahre immer mehr reduziert. Mittlerweile dürfen nur noch 1000 Besucher pro Tag, zwischen 6 und 15 Uhr nach Machu Picchu und die Tickets sind größtenteils Monate vorher ausverkauft. Das hat wiederum den Vorteil, dass sich die Besucher in der weitläufigen Anlage gut verteilen, was sehr angenehm ist.
Morgen früh geht es mit dem Zug wieder zurück nach Cusco.