Ende gut, alles gut!

Wegen des Feiertags konnte mir gestern keiner so richtig behilflich sein mit meiner eingezogenen Kreditkarte. Daraufhin hatte ich die Karte vorübergehend gesperrt und eine Email an die Bank geschrieben. Heute morgen um 8:00 Uhr kam die prompte Antwort, dass ich meine Kredikarte in einer bestimmten Filiale abholen kann. Bingo! Tag gerettet!

Da ich für heute einen Tagesausflug geplant hatte und mit meinem Fahrer bereits auf dem Weg nach Pinnawala ins Elefanten Waisenhaus war habe ich nur kurz geantwortet, dass ich die Karte vor Schließung der Bank heute abholen werde.

Das Elefantenwaisenhaus Pinnawala wurde 1975 vom srilankischen Department of Wildlife Conservation gegründet, um verwaiste Elefantenbabys, die in der Wildnis gefunden wurden, zu ernähren, zu pflegen und zu schützen.

Als das Waisenhaus gegründet wurde, hatte es fünf Elefantenbabys, die den Kern bildeten. Heute werden auch verletzte und kranke Elefanten aus dem Dschungel aufgenommen.

Mittlerweile hat es die größte Herde gefangener Elefanten der Welt. Im Jahr 2023 lebten in Pinnawala 71 Elefanten, darunter 30 Männchen und 41 Weibchen aus 3 Generationen.

Am 31. August 2021 brachte ein 25 Jahre alter Elefant namens Surangi im Waisenhaus zwei männliche Elefantenbabys zur Welt. Es war auch die erste Geburt von Zwillingselefanten in Sri Lanka nach einer Pause von 80 Jahren seit 1941.

Zwillinge

Es war geplant, dass die Einrichtung einheimische und ausländische Besucher anzieht, deren Einnahmen zum Unterhalt des Waisenhauses beitragen würden. Das Pinnawala Waisenhaus ist inzwischen zu einer Touristenattraktion geworden und nicht unumstritten, was die Haltung und den Umgang mit den Elefanten betrifft.

Besucher des Parks können sich die Pflege und den Tagesablauf der Elefanten ansehen, beispielsweise das Füttern der Elefantenkälber mit der Flasche, wenn es gerade welche gibt, das Füttern aller anderen Elefanten und das Baden im Ma Oya (Fluss).

Fütterung
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Nach der 2-stündigen Fütterung geht die ganze Herde an den Fluss zum Baden. Hier findet dann leider auch viel Zirkus statt, nämlich dass sich einzelne Elefanten zur Belustigung der Touristen ins Wasser legen müssen und von ihnen gewaschen werden dürfen oder sich sogar welche auf die Elefanten setzen.

Auf den Weg ans andere Ufer
Am anderen Ufer zum Sandbaden angekommen.
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Zum Duschen nach dem Sandbad in den Fluss
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Der Elefantenmist wird übrigens zur Papierproduktion verwendet.

Elefantenmist Verwertung
Kreislauf des Elefantendungs
Elefantendung Produktshop

Auf dem Rückweg nach Kandy gab es noch eine Führung durch eine Teefabrik.

Trocknung
Einwurftrichter…
… in die „Rollungsmaschine“
weitere Rollungsmaschinen
Von der Pflanze zum Tee
Trocknungsmaschine
Sortiermaschine
Die Trocknung mittels Holzofen
Sortierung: Je feiner umso stärker der Tee
Tee sortiert
Teesäcke
Teesorten
Außer dem seltenen Gold- und Silvertee wird alles exportiert
Kostprobe eines mittelstarken Schwarztees

Nach der Teefabrik hat mich mein sehr netter und lustiger Fahrer Derek noch zur Bank begleitet. Ich habe dem Operation Manager, bei dem ich vorstellig werden sollte, meinen Fall geschildert, wurde in das Journal der eingezogenen Karten eingetragen- ein sehr großes Buch übrigens- und habe meine Karte dann unter Vorlage meines Passes zurück bekommen. Er hat dann irgendwas von einem Familienfoto gesagt, das ich nicht richtig verstanden und auch nicht gewußt habe worauf er hinaus will. Erst als er mir DAS gezeigt hat, wußte ich weshalb meine Karte eingezogen wurde.

Lama Ole, Hannah und der 17. Karmapa

Das Bild hat mir einmal ein Sangha Freund geschenkt, befand sich im gleichen Schlitz meines Handybooklets wie die Kreditkarte, ist unbemerkt an deren Unterseite hängengeblieben und hat den Automaten getiltet als ich sie hineingesteckt habe. 😅🙈

P.S.: Nach der Änderung von ein paar Einstellungen, müsste das Kommentieren jetzt einfacher möglich sein.

Die Angabe des Namens wäre trotzdem sehr hilfreich. 😉

Kandy

Heute feiert man in Sri Lanka den „Duruthu poya day“. Er ist einer der wichtigsten buddhistischen Feiertage und fällt immer auf den ersten Vollmond im Januar. Es wird dabei an den ersten Besuch Buddhas in Sri Lanka, neun Monate nach seiner Erleuchtung, gedacht.

Der Sri Dalada Maligawa oder auch „Zahntempel“ genannt, weil sich in ihm angeblich ein Zahn Buddhas als Reliquie befindet, war heute entsprechend mit tausenden Pilgern gefüllt. Und ich mittendrin. Den Zahn habe ich aber nicht gesehen. Der ist in irgendeinem goldenen Behälter oder Stupa verborgen.

Sri Dalada Maligawa
Pilgerstrom
Was verbirgt sich hinter dieser Tür?? Sie wurde als einzige nicht geöffnet.
Schlangestehen kann ich gut…
Vielleicht ist der Zahn hier drin
Flower Offering
Tolle Energie in diesem Raum. Vielleicht ist der Zahn auch hier.
Der kommt mir irgendwie bekannt vor…
Buddhastatuen in den verschiedenen Darstellungen
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Vortrag
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Butterlamp Offering
Tusker Elefant
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Hier wird geräuchert. Vermutlich ein Reinigungsritual

Begegnungen auf dem Weg zur Railway Station.

Schlangenbeschwörer mit Affe
Straßenhändler
schmecken wie Litschi
Fröhliches Jahrmarkttreiben

Der Zug von Kandy nach Ella war leider schon ausgebucht, so dass ich jetzt am Sonntag mit dem Bus fahren werde. Zu allem Überfluss ist dann auch noch meine Kreditkarte im Geldautomat stecken geblieben. 🙈

Eigentlich wollte ich nur früh wieder im Hostel sein und es mir auf meinem Balkon gemütlich machen, einfach nur chillen, lesen und meditieren. – Ist leider nicht so einfach, wenn die Geldkarte noch im ATM steckt… 🤣

Volltreffer

Mit dem Buchen von Budget Unterkünften um die 10 Euro pro Nacht ist das so eine Sache. Man weiß nie so recht was Einen erwartet. Die Rezensionen früherer Gäste auf den Portalen fallen oft sehr unterschiedlich aus und auf die Bilder ist noch weniger Verlass. Eigentlich lege ich keinen großen Wert auf Service und Komfort. Ein helles Fenster und Sauberkeit finde ich dennoch schön, um mich einigermaßen wohl zu fühlen. Alles Weitere ist dann schon Luxus. In meiner letzten Unterkunft habe ich das etwas vermisst. Das Bild mit dem Frosch war schon sehr aussagekräftig, einzig das Bett war wirklich sauber. Und es gab ein für den Preis ordentliches Frühstück.

Umso mehr habe ich mich über meine neue Bleibe in Kandy, der Hauptstadt der Zentralprovinz von Sri Lanka mit 150 000 Einwohnern, gefreut, die von einer wirklich sehr lieben jungen Frau geführt wird. Wieder ein Einzelzimmer mit eigenem Bad und Balkon. Hier ist alles blitzeblank und die Aussicht ein Traum! Hier könnte man es tatsächlich auch mal ein paar Tage ohne großartige Unternehmungen aushalten und einfach nur relaxen. ☀️🍹

Gut dass ich mich nicht von den 2 km Entfernung zum Zentrum habe täuschen lassen. Hier ist es wenigstens ruhig und die TukTuks sind sehr günstig. 🛺

spiegelblanker Boden
schickes Bad
Balkon
traumhafter Ausblick

Ganz ohne Aktion ging es dann aber doch nicht. Ruhig und entspannt habe ich meinem Anreisetag mit einem ausgiebigen Spaziergang durch den „Königlichen Botanischen Garten Peradeniya“ angehen lassen.

Kakteen
Kanonenkugelbaum
Orchidee
Palmen
Bambus
verschiedene Gräser
Seerosen

Der Garten ist so riesig, dass ich gar nicht überall hingekommen bin, weil er dann geschlossen hat. Mein Favorit waren ohnehin die Palmen. 🌴

Good News

Er hat überlebt! 🐸

Beim Betreten des Bads ging mein Blick immer als Erstes in den Waschbeckenabfluss, in die Toilette und jeden anderen Winkel des Bads, ob er vielleicht doch noch einmal irgendwo auftaucht. Als ich dann heute von meinem Tagesausflug zurückkam und duschen wollte, erblickte ich ihn.

„Mein“ Frosch hat überlebt! 😍

Vielleicht ist dieses Bad SEIN Zuhause, das Klima ist recht feucht und die Mücken als Nahrung zahlreich vorhanden. Ab morgen lasse ich ihn wieder in Ruhe. Möge sich der nächste Gast über ihn freuen. Vielleicht hänge ich noch einen Zettel an die Tür: ACHTUNG FROSCH!!!

Ansonsten habe ich heute noch den Höhlentempel in Dambulla besucht. Bei derartigen Besichtigungen lese ich bei Wikipedia nach anstatt mir einen Guide zu nehmen. Wer sich genauer dafür interessiert, kann das ja auch tun.

Höhlentempel von Dambulla
liegender Buddha

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dambulla-H%C3%B6hlentempel8

Im angegliederten Museum ist mir aufgefallen wie unterschiedlich Buddha in den verschiedenen Kulturen dargestellt wird.

athletisch mit Spitzhaube
stehend mit Spitzhaube
asiatisches Aussehen
kräftigere Erscheinung
stehend, asiatisches Aussehen
Mit Spitzhaube
asiatisches Aussehen

Als ich nach dem Museumsbesuch mit dem Bus nach Kandalama aufbrechen wollte, einem Tipp meines Hostelinhabers, sprach mich an der Bushaltestelle ein Singhalese an, bei dem sich herausstellte, dass er fließend Deutsch sprach. Er ist in den 90ern vor dem Bürgerkrieg geflüchtet, hat eine deutsche Frau geheiratet und mit ihr eine mittlerweile erwachsene Tochter, die in Mannheim lebt. Nach der Scheidung und Kündigung seiner Firma, sei er nach Mailand gegangen und hätte sich dort von der Abfindung ein Haus gekauft, das er mittlerweile abbezahlt habe. Er pendelt nun, je nach Saison, zwischen den drei Ländern Deutschland, Italien und Sri Lanka hin und her. In einer für Touristen etwas abgelegenen, aber sehr idyllischen Gegend betreibt er hier, zusammen mit seiner Schwester, das sehr saubere und kostengünstige Hostel „Kandalama Hostel“, das er mir gezeigt und mich zu einem Kaffee und frischem Obstteller eingeladen hat. – Ich glaube ich habe ihm gefallen, bin dann aber irgendwann wieder abgezogen. Der eigentlich angestrebte Seebesuch war jetzt nicht wirklich ein Verlust…

Morgen fahre ich mit dem Bus weiter nach Kandy. 🚍

Lion’s Rock

Es hat geklappt! Pünktlich um 5 Uhr stand das bereits gestern vorbestellte TukTuk vor der Tür, um mich zum 2 km entfernten Lion’s Rock zu bringen. – Wegen der wilden Elefanten soll man hier in der Dunkelheit nicht alleine rumlaufen, heißt es.

Für stolze 36 US-Dollar habe ich zunächst ein Ticket gelöst und habe mich dann mit meiner Taschenlampe auf den markierten Weg gemacht. Als ich noch vor dem eigenlichen Aufstieg zu der Auffasung kam, dass es hier ausreichend beleuchtet ist und meine Taschenlampe ausknipste, hat es mich gleich keine 5 Sekunden später so dermaßen über eine einzelne Wegstufe gehauen, dass ich mir Hand und Knie aufgeschürft und befürchtet habe, dass der Aufstieg schon zu Ende ist, bevor er überhaupt richtig angefangen hat. So schlimm war es dann aber glücklicherweise doch nicht. Ich habe die Taschenlampe also wieder angeknipst und bin dann mit ein paar wenigen anderen Frühaufstehern die 1200 Stufen hochgestiegen.

Obwohl es bewölkt war, konnte man dennoch eine magische Stimmung bei der Morgendämnerung und dem Sonnenaufgang wahrnehmen. ✨️

Bei der Ankunft auf dem Lion’s Rock
Minuten später

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Beeindruckend nach Sonnenaufgang waren auch die Ruinen der von König Kashyapa im 5. Jh. n. Chr. erbauten Festung hier oben.

….
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Thron
Spiegelwand
Konferenzraum
Löwenpranke am Eingang
Lion’s Rock
Äffchen

Um 9 Uhr war ich zurück zum Frühstück und habe mich dann noch einmal kurz ins Bett gelegt.

Am Nachmittag gab es dann noch eine 60-minütige Ayurveda Massage. 🫠

Sigiriya

Was für ein Tag! 😃

Die Nacht war leider nicht so gut. Ich hatte einen sehr unangenehmen Traum, nämlich, dass ich in einer total vermüllten Gegend mit viel Ungeziefer untergekommen bin.

Vermutlich weil ich bei meiner Ankunft im Dunkeln nur mein Zimmmer und das Bad gesehen habe. Für die allgemeinen Verhältnisse hier zwar relativ sauber, aber im Bad gab es in der Ecke beim Waschbecken, am wasserbefleckten Spiegel, Spinnweben; in einer anderen Ecke an der ca. 3,5 m Hohen Decke war ein riesiger Schimmelfleck und das Moskitonetz über meinem Bett hatte ein Loch. – Bei 11 Euro pro Nacht für ein Einzelzimmer mit Bad und Frühstück kann man aber nicht meckern. Kommt vermutlich sogar auch bei höherpreisigen Unterkünften vor.

Um 2 Uhr morgens ging dann aber draußen laute Musik an, die mich geweckt hat. Und jetzt kommts: Schlaftrunken und ohne meine Brille bin ich ins Bad gegangen, um auf die Toilette zu gehen. Ich öffnete den sehr leichten Klodeckel und klappte ihn vor Schreck sofort wieder zu. 😱 Ich erblickte zunächst nur einen ca. 3cm großen dunklen runden Fleck mit Krabbelbeinen. 🪳 Ich dachte zunächst an eine Kakerlake. Als der Deckel wieder zu war, hangen aber noch zwei Beine heraus, die ich versehentlich eingeklemmt hatte und erkannte verschwommen, dass es Froschbeine sein mussten. In meiner Panik wusste ich nicht was ich jetzt tun sollte, erinnerte mich nur, dass Frösche tauchen können, nahm ein Stück Klopapier, öffnete noch einmal den Deckel, schubste ihn ins Klo, habe runtergespült und weg war er. 😬 Es tut mir wirklich sehr leid und ich hoffe, dass er überlebt hat.🐸🙏🥴

Später habe ich in einer Gästebewertung des Hostels gelesen, dass der Frosch früher auch schon einmal aus dem Waschbecken gekommen ist.

Die Aussicht von meinem Balkon am Morgen, war dann gar nicht so schlecht.

Balkon meines Zimmers

Nach dem Frühstück habe ich dann zu Fuß die Umgebung mit meinen ersten beiden Zielpunkten erkundet. Den Lion’s Rock, den ich morgen ab 5 Uhr zum Sonnenaufgang erklimmen möchte.

Lion’s Rock von der Ferne

Und den Pidurangala, den ich heute bestiegen habe, um den dort sehr spektakulären Sonnenuntergang um 18:10 Uhr zu bestaunen.

Der Aufstieg dauerte eine gute halbe Stunde und führte zunächst über eine Felsentreppe. Zum Schluss musste man aber über richtig große Felsen und eine Felspalte klettern, was schon bei hellem Tageslicht eine kleine Herausforderung war. Oben angekommen, wurde man dann jedoch dafür mit einer atemberaubenden Sicht entschädigt.

Überreste eines Tempels, der hier im 5. Jh. v. Chr. errichtet wurde
s.o.
s.o.
s.o.
s.o.
liegender Buddha
Aussicht auf halber Höhe
s.o.
Sicht vom Pidurangala auf den Lion’s Rock, von ganz oben
Aussicht von ganz oben
s.o.
s.o.

Bei meiner Ankunft um 16:45 Uhr waren hier fast noch keine Leute, wurden aber immer mehr. Um 17:30 waren es bestimmt Hunderte. Da ich den Kletterteil beim Aufstieg schon nicht ganz einfach fand und Bedenken hatte, wie Hunderte von Leuten nach Sonnenuntergang durch dieses „Kletteröhr“ kommen sollen, habe ich vorsorglich abgebrochen, so dass ich bei Sonnenuntergang bereits wieder unten war. Ich denken das war gut so.

Jetzt hoffe ich, dass es wenigstens morgen mit dem Aufstieg zum Lion’s Rock zu Sonnenaufgang klappt. 🌄

Reisetag

Irgendwie ist es im Vorhinein, wenn man sehr viel Zeit hat, schwierig abzuschätzen, wie viele Tage und Nächte man an einem Ort verbringen soll, ohne dass man sich gehetzt oder gelangweilt fühlt. Der gestrige Tag in Colombo war zwar noch ganz relaxt, hat aber nicht viel Neues gebracht und wäre jetzt auch nicht mehr unbedingt notwendig gewesen. So ist es mir auch schon in Agra ergangen, während ich in Delhi krankheitsbedingt und in Bodhgaya, wegen der tollen Atmosphäre, jeweils noch einen bzw. zwei Tage drangehängt habe.

Lotustower (Mitte)
Skyline von Colombo
Pelikane
Origineller Bau
Buddhastatue in Gangarama Tempel
Bodhibaum im Gamgarama Tempel

Heute Morgen war ich nochmal im Nagelstudio und habe mir auch noch die Fußnägel machen lassen. 💅😄 Man muss ja schließlich auch was für die Wirtschaft hier tun und shoppen kann ich ja bekanntlich nicht… 🎒🤷‍♀️

In meinem Hostel habe ich dann gleich noch ein paar Tipps für mein nächstes Ziel „Sigiriya“ bekommen, wo ich nach einer 3,5 stündigen Zugfahrt und einer 45 Minuten langen Fahrt mit dem TukTuk schließlich im Stockdunkeln angekommen bin. Außer meinem Zimmer habe ich hier noch viel gesehen.

Ich bin schon auf den morgigen Tag gespannt!

Ganz unspektakulär

Nachdem meine anfängliche Begeisterung für die freundlichen, hilfsbereiten und unaufdringlichen Menschen in Sri Lanka, gleich am ersten Tag der Ernüchterung gewichen ist, dass sie hier ihr Geschäft einfach geschickter angehen, um ans Geld zu kommen, wollte ich heute einfach nur meine Ruhe haben, ganz alltäglichen Dingen nachgehen und nichts Besonderes machen.

Nach dem Frühstück habe ich erst meine weitere Reiseroute geplant und für 20.01. ein Zugticket nach Sigiryia bzw. Kekirawa gebucht, das ich mir morgen am Bahnhof abholen werde.

Weil meine Fingernägel der Erneuerung bedürfen, bin ich anschließend in ein Nagelstudio, das mich 1,5 Stunden – dreimal länger als sonst (!) – verschönert hat. 💅

Sind sie nicht schön geworden?! 🤣

Danach habe ich es mir am Pool mit meiner Kindl App gemütlich gemacht und gelesen, bevor ich dann doch noch einmal aufgebrochen und mit der Buslinie 138 Richtung Zentrum gefahren bin.

Zunächst bin ich in den Gangarama Maha Vihara Temple, in den mich mein selbsternannter Guide gestern zwar geführt, aber keine Zeit zum Meditieren gelassen hat und habe das jetzt nachgeholt und mir den Tempel dann noch einmal in Ruhe angeschaut ohne mich irgendjemand, den ich eh kaum verstanden habe, zum Gespräch verpflichtet zu fühlen.

Siva Nataraj
Geschnitzter fastender Buddha
?

Auf dem Weg zum Strand habe ich dieses bayerische Lokal entdeckt, das gleich Heimathefühle geweckt hat. Es war allerdings geschlossen. Vielleicht gehe ich morgen nochmal hin.

Sehr entspannend war auch der anschließende Spaziergang an der Strandpromenade mit Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer.

Mit dem Schreiben dieses Beitrags, bei einem leckeren „Somersby Blackberry“ am Pool, klingt der eigentlich sehr schöne Tag nun aus.

Sri Lanka

Nach einem aufregenden Reisetag, bin ich schließlich planmäßig um 2:05 Uhr in Colombo gelandet.

Angefangen hat die Aufregung bereits in Gaya.

Beim Security-Check werde ich an den meisten Flughäfen ohne große Durchleuchtung mehr oder weniger einfach nur durchgewunken. Anders in Gaya; hier haben sie ganz genau hingeschaut, haben mich alle Packtaschen aufmachen lassen und mir schließlich meine superelastische Wäscheleine und meine 3cm lange Plastik-Aluminium Pflasterschere konfisziert. 🥴

Pflasterschere
Wäscheleine

Dann wurde es richtig spannend. Ich hatte zwei Zwischenstopps mit einer Umsteigezeit von ca. 1,5 Stunden in Kalkutta und ca. 3,5 Stunden in Chennai. Weil mir der erste Stopp etwas kurz und der zweite etwas lang erschien, war ich über eine kurze Verspätung des ersten Anschlussfluges aufgrund schlechter Sichtverhältnisse zunächst ganz froh. Die Verspätung wurde dann aber sooft verlängert, bis irgendwann klar war, dass ich den zweiten Anschluss nicht erreichen werde.

Das habe ich einem Mitarbeiter von IndiGo bereits in Kalkutta mitgeteilt. Der wollte mich dann gleich auf einen anderen Flug am nächsten Morgen umbuchen, meinte dann aber, weil er die Mittelsektion sei, könne er jetzt doch nichts machen, sicherte mir aber nach ein paar Telefonaten zu, dass sich dass „Arrival Staff“ in Chennai bei meiner Ankunft um mich kümmern würde. Es seien auch noch sieben weitere Passagiere auf der gleichen Route. Die hatten aber scheinbar schon Boardingpässe. Bei mir hat der Online Check-in, warum auch immer, nicht funktioniert.

30 Minuten vor Ablug des zweiten Anschlussfluges sind wir gelandet und gleich vom Arrival Staff in Empfang genommen worden. Da ich zwar nicht auf der Liste stand, aber alle Bestätigungen entweder als Ausdruck oder auf meinem Handy parat hatte, wurde ich im Laufschritt vom Ankunftsterminal zum Diplomaten Check-in im Abflugterminal gelotst, wo sie mir im Nu einen Boardinpass ausstellten. Weiter im Laufschritt an der Schlange beim Security-Check vorbei. Dort allerdings wieder gezeter wegen meiner Taschenlampe und meiner batteriebetriebenen Handzahnbürste, die ich jedoch behalten durfte. Und weiter mit den anderen verspäteten Passagieren in den Bus Richtung Flugzeug, das bereits seit 15 Minuten zum Start bereit stand, aber auf uns gewartet hat. 🥰

So bin ich also doch noch, wider erwarten, aber wie geplant, um 4 Uhr morgens in Colombo in meinem Hostel angekommen, habe mich erst einmal richtig ausgeschlafen und dann, endlich im Warmen, gemütlich am Pool gefrühstückt.

Auf Empfehlung eines anderen Hostelgastes, bin ich dann mit dem Bus zu einer ersten Stadterkundung aufgebrochen und hatte dann auch gleich noch eine mehr oder weniger freiwillige Stadtführung. Mehr dazu vielleicht ein andermal.

Buslinie 138
Twin Towers
Gangarama Maha Vihara Temple
Fledermäuse
Riesenechse
Parlament

Werde den Tag jetzt gemütlich am Pool ausklingen lassen und früh zu Bett gehen.

Indien – Eine kurze Zusammenfassung

Ich sitze gerade in Gaya am Flughafen, warte auf den Check-in und habe noch Zeit die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen.

Das war jetzt meine 5. Indienreise mit folgenden Aufenthalten:

– 13 Tage Delhi – Karmapa Kurs

H.H. 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje

– 5 Tage Agra – Taj Mahal und Rotes Fort

Taj Mahal

– 6 Tage Bodhgaya – Pilgerreise

Mahabodhi Tempel

Im Vergleich zu meiner ersten Reise 2010 haben sich zwar die Preise verdoppelt, hinsichtlich der teilweise extremen Armut und Verschmutzung im Land hat sich aber nur wenig getan.

Als Reisemonate im Norden sind Dezember und Januar zwar trocken, aber doch recht kalt und es wird dann schon sehr ungemütlich, wenn es in den Gebäuden keine Heizung gibt.

Gerne hätte ich noch eine Safari mit Kamelen und Übernachtung in der Wüste bei Jaisalmer in Rajasthan gemacht, werde mir dieses Ziel aber für ein anderes Mal, wenn es wärmer ist, aufheben. 🐫✨️

Ansonsten war die Reise wieder gefüllt mit wunderbaren, bunten Eindrücken und unterschiedlichsten Begegnungen.

Vor allem die Nähe zu Karmapa, die Zeit am Mahabhodi Tempel, das Umrunden des selbigen und das Mönlam mit den Tausenden Buddhisten, haben den Aufenthalt hier zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Es war sicherlich wieder nicht das letzte Mal, dass ich hier war.

Indien ich komme wieder! 🇮🇳😃