Wai-O-Tapu Wonderland

Weil es mir GoogleMaps so angezeigt hat, wollte ich heute Morgen mit dem Bus ins 30 Kilometer entfernte Wai-O-Tapu fahren, eines der größten Geothermalgebiete Neuseelands. Und wie meine KI geschrieben hat, könne man hier in den Bussen mit Bargeld bezahlen.

Als ich dann um kurz nach halb neun an der Bushaltestelle war, stellte sich heraus, dass es sich um den InterCity Bus nach Wellington handelt, den ich normalerweise online gebucht hätte.

Der Busfahrer hat mich dann ins Office geschickt, um dort ein Ticket zu kaufen. Dort hat man mir aber ein direktes Shuttleticket für die Hin- und Rückfahrt in einem privaten Minivan angeboten, das dann preislich auch noch viel günstiger war und keinen zusätzlichen Fußmarsch erforderte, was nochmal insgesamt 1,5 Stunden Zeitersparnis ausgemacht, wie ich später erfahren habe. Da habe ich natürlich dankbar zugegriffen.

Vor der Ankunft in Wai-O-Tapu, haben wir kurz an einem riesigen Schlammteich angehalten, der faszinierende Geräusche und Gase von sich gegeben hat.

Schlammteich
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Wai-O-Tapu selber ist bekannt für seine kollabierten Krater, vulkanischen Dampfaustrittsstellen (Fumarole), heißen Quellen, durch Minerale gefärbte heiße und kalte Teiche und Tümpel, sowie Schlammteiche, aus denen Gase vulkanischen Ursprungs aufsteigen und an der Oberfläche als Schlammblasen zerplatzen. Jeder Geologe oder Chemiker hätte hier bestimmt seine wahre Freunde.

Nach dem Lösen des Tickets ging es mit dem Minivan zuerst zum Gesyir Lady Knox, der zu touristischen Zwecken täglich um 10:30 Uhr, durch das Hineinschütten eines Minerals, das sich der Gesyir ansonsten selber erst langsam zusammenbrauen müsste, künstlich ausgelöst. – Ich hatte nicht gewußt, dass so etwas üerhaupt möglich ist, sah dann aber ganz spektakulär aus.

Geysir Lady Knox
Künstlich ausgelöster Geysir

Der umliegende Wald wurde von Hand angepflanzt. Früher befand sich in diesem Gebiet einmal ein Gefängnis und die Beschäftigung der Gefangenen bestand darin Bäume anzupflanzen. Ein sehr sinnvolle Tätigkeit. 🌳🌲🌳🌲🌳🌲

Die anschließende Wanderung durch den Thermalpark war vor allem farblich sehr spektakulär.

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Champagner Pool
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ALLE Bilder gibt es auf polarsteps:

https://www.polarsteps.com/ClaudiaZirngibl/7242971-sabbatical-2024/97710168-waiotapu

Morgen früh fahre ich mit dem InterCity Bus zur Bay of Islands. Zehn Stunden einfach nur im Bus sitzen, aus dem Fenster schauen und die tolle Landschaft genießen. Ich liebe es! 🥰

Rotorua

Die Fahrt nach Rotorua hat sich angefühlt wie eine Fahrt ins Allgäu. Viel grünes Flach-, Wiesen- und Weideland mit Kühen und in der Ferne Berge. Das Ganze bei grauem, wolkenverhangenem Himmel mit regnerischen Abschnitten auf der Strecke.  Einziger Unterschied war, dass die Kühe hier schwarz oder schwarz-weiß gefleckt sind und nicht braun.🐄🐄🐄

Der erste Tag war völlig verregnet; weshalb ich nur mittags das Hostel kurz verlassen habe, um in einem 2 Minuten entfernten Café zu Mittag zu essen.

Ansonsten habe ich mir die Zeit mit lesen, weiterer Reiseplanung und im Jacuzzi des Hostels vertrieben.📚🫧

Heute bin ich beim ersten Erwachen sofort aus dem Bett gesprungen, in der Hoffnung, noch vor dem vorhergesagten Regen im Te Puia anzukommen. – Und es hat geklappt! 😃 Bereits eine halbe Stunde vor der Öffnung war ich am Eingang.

Im Te Puia befindet sich zum Einen eine Handwerksschule, in der die Kunst und das Handwerk der Maori gelehrt wird.

Steinbearbeitung
Messingguss
Schnitzkunst
Flechtkunst
Maori Schmuck
Ausstellung Kunsthandwerk
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Die Holzgewinnung ist bei den Maori ein sehr bewusster Akt
Erklärungen über Kunst und Kultur der Maori, die Ureinwohnern Neuseelands
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Daneben befindet sich hier das WhakarewarewaGeothermal Valley, ein geothermisches Tal in der Nähe eines Gebiets mit noch aktiven Vulkanen. Hier spritzt, dampft und und blubbert es nur so aus dem Boden, Geysiren und Schlammpools.

Whakarewarewa
Geothermal Valley
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Pohutu Geysir
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blubbernder Schlammpool
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Weil das Wetter jetzt wieder schlechter wird, werde ich den Rest des Tages mit Wellness im Polynesian Spa verbringen. 🫠

Impressionen

… des heutigen Tages

Fahrt mit der historischen Standseilbahn durch einen Tunnel auf den Kelburn, wo sich auch der botanische Garten befindet
Aussicht vom Kelburn auf Wellington
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Parfümerie
Botanischer Garten
„Gesichterhaus“ im botanischen Garten…
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Dieser kleine Spatz hat mir Gesellschaft beim Frühstück geleistet 😍
… und dann sein Freunde herbeigepfiffen, in der Hoffnung auf ein paar Krumen von meinem Teller zu erpicken. 😄
Brunnen bzw. Möwenbad auf dem Weg in die City

Morgen fahre ich mit dem InterCity weiter nach Rotorua.

In der Hauptstadt

Eigentlich ist Wellington nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Rotorua, einer Stadt und Region, die für ihre geothermische Aktivität und reiche Maori-Kultur bekannt ist.

Wetterbedingt habe ich jedoch meinen Aufenthalt in Wellington um einen (Sonnen-)Tag verlängert, so dass ich einen der zu erwartenden Regentage im Bus verbringen kann und nur einen in Rotorua überbrücken muss.

Ashanees Empfehlung folgend, war ich heute im Te Papa Tongarewa, dem Nationalmuseum Neuseelands.

Te Papa Tongarewa Museum
Ausstellung über eine für die Neuseeländer besondere Schlacht in Gallipoli
Perspektive eines Soldaten im Schützengraben, der auf den Feind schießt.
Überlebensgroße Skulpturen in der Ausstellung um die Schlacht in Gallipoli
Ausstellung über in Neuseeland vorkommende und ausgestorbene Tiere und Pflanzen
Kiwi
Neuseelands Vögel
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Entstehung und Folgen einer Tsunamiwelle
Neuseeland als Einwandererland und Zielland von Flüchtlingen

Im Earthquake House wurde ein Erdbeben simuliert. Das war sehr interessant, da ich aufgrund des Wortes und beim Anblick von Bildern der Zerstörung immer von einem Rütteln oder Vibrieren der Erde, wie bei einer Rüttelplatte, ausgegangen bin. Tatsächlich wird man aber eher hin und her geschüttelt oder geschoben, was wiederum auch wieder logisch ist… In Neuseeland sind leichte Erdbeben eigentlich nichts Ungewöhnliches und man muss dafür entsprechende Vorkehrungen treffen.

In dem Teil über die Maori durfte man aus Respekt ihnen gegenüber nicht fotografieren.

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Danach bin ich an der Waterfront entlanggelaufen und habe verschiedene Cafés besucht. ☕️📚

Waterfront
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Waterfront Art

Außerdem geht es jetzt weiter mit dem 3. Teil von Sieben Schwestern

Ankunft auf der Nordinsel

Nach einem ganztägigen Reisetag, mit dem InterCitybus bis Picton und von da mit der Fähre, bei strahlendem Sonnenschein, bis Wellington, bin ich angekommen, als es bereits wieder dunkel war.

Halbstündige Buspause in Kaikoura
Leider war keine Zeit für Whale Watching, wofür Kaikoura bekannt ist
Hafen von Picton
Beim Gang auf die Fähre fühlt man sich wie in einem Parkhaus. (Das ist meine erste Fahrt mit einer Fähre )
Aussicht von  der Fähre – ein Rettungsboot für alle Fälle gibt es auch
Bei starkem Seegang möchte ich mein Auto nicht hier drauf haben…
… aber heute war strahlender Sonnenschein ☀️
Auf dem obersten Aussendeck
geht es auf breiten Wasserstraßen
hinaus auf’s offene Meer
von der Innenlounge
letzter Blick zur Fähre nach der Ankunft
Erster Eindruck von Wellington
nach meiner Ankunft
War Memorial

Dankenswerterweise hat mich die Busfahrerin zum Hostel kostenlos mitgenommen. Bargeld und Kreditkarte funktionieren hier wieder nicht und über was anderes verfügt man unmittelbar nach der Ankunft eben nicht. 🤷‍♀️

Auf das Hostel war ich gespannt. Normalerweise buche ich nur günstige Hostels mit guten Rezensionen. Dieses Mal habe ich eines gebucht, das scheinbar neu auf booking.com war und noch nicht bewertet wurde. Meine Logik hierbei war, dass es nicht so schlecht sein kann, da ein Start mit schlechter Bewertung dann sehr ungünstig für das Hostel und weitere potenzielle Buchungen wäre. Ich habe mich nicht getäuscht. Es handelt sich um einen renovierten Altbau im englischen Stil mit hohen, geräumigen und sauberen Zimmern. Ebenso Küche, Toiletten und Bäder. Alles neu und sauber.

Sitze jetzt gerade beim Frühstück und mache mir einen Plan für den Tag.

Sonntag

Heute Nacht wurde auch in Neuseeland die Uhr umgestellt. Allerdings eine Stunde zurück. 🕑 Hier geht es jetzt auf den Winter zu und die Tage werden kürzer, glaube ich… 🤔 Zumindest war es am Morgen immer dunkel und jetzt ist es wieder hell und die einst 12 Stunden Zeitunterschied zur Heimat sind auf 10 Stunden geschrumpft. ☀️😁

Da heute Vormittag im buddhistischen Zentrum Sanghameeting war, habe ich den herrlichen Herbsttag genutzt, um ein wenig durch die City zu schlendern, lesend in Café und Park zu sitzen und meine Weiterreise zu planen.

Traumhafter Herbsttag – die Blätter verfärben sich
Statue von James Cook – Seefahrer und „Entdecker“ Neuseelands. Mit Ankunft der europäischen Siedler und der Christianisierung, wurden die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, immer weiter zurückgedrängt. Ihr Anteil beträgt heute nur noch cs. 14%.
Telefonzelle im englischen Stil
Hier musste ich ganz an die Wand rangehen, um mich zu vergewissern, dass es sich tatsächlich um eine Ebene Fläche handelt
Streetart überall
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Originell dekoriertes Haus auf meinem Weg nach Hause

Morgen um 7:30 Uhr geht es weiter auf die Nordinsel nach Wellington, die Hauptstadt Neuseelands. Erst mit dem Bus, dann mit der Fähre.

Ratten, Mäuse und Rote Zone

Weil es in Neuseeland Herbst ist und die Tage und vor allem die Nächte kühler werden, suchen auch die Ratten und Mäuse Unterschlupf in warmen Gebäuden. 🐀🐁

In den letzten Tagen habe ich es morgens und abends über der Speisekammer und über meinem Bett, unter dem Dach, nagen und trippeln gehört. Wie jedes Jahr, werden jetzt wieder Lebendfallen aufgestellt und die Tiere dann wieder irgendwo ausgesetzt.

Heute Morgen, nachdem ich den Schwedenofen angefeuert hatte und allein,  still bei meinem Kaffee am Tisch saß, sah ich plötzlich eine kleine Maus vom Flur, unter der geschlossenen Tür hindurch, in die Speisekammer flitzen. IM Haus geht dann aber doch nicht. 🐀❌️

Als Pavel kurze Zeit später in die Küche herunterkam und ich ihm davon berichtete, hat das scheinbar direkt seinen Jagdinstinkt geweckt… 😂

Zugang zur Speisekammer

Er hat sofort begonnen alles unter dem Regal hervorzuräumen und nach der Maus zu suchen. Als er sie gesichtet hat, habe ich schnell sämtliche Zugänge versperrt, ihm seine Handschuhe geholt und nach ein bisschen hin und her hat er sie auch schon geschnappt. 😆

Pavel – The Great Mice Hunter 💪

Ashanee hat ihn dann mit dem Auto in die Red Zone gefahren, wo er das kleine Tierchen ausgesetzt hat.

Zur Red Zone, die nur wenige Gehminuten vom buddhistischen Zentrum entfernt beginnt, habe ich später einen Spaziergang gemacht. 🚶‍♀️‍➡️

Red Zone

Das weitläufige Parkgebiet war bis 2011 regulär besiedelt. Im September 2010 und Februar 2011 zerstörten dann zwei verheerende Erdbeben alles in einem Maße, dass sich der Wiederaufbau nicht gelohnt hätte und so schnell auch nicht möglich gewesen wäre. Der Einfachheit halber hat man dann alle Bewohner umgesiedelt, den Grundbesitzern in einer anderen Region einen Grund gegeben, den sie sofort bebauen konnten, alle ca. 8000 Gebäude aufgekauft und abgerissen. Das Gebiet wurde dann zu einer Red Zone erklärt, wo der Wiederaufbau nicht erlaubt war.

Diesmal kein War Memorial sondern Gedenktafeln an das Erdbeben 2010 und 2011
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Das buddhistische Zentrum blieb weitgehend verschont.

Am Montag werde ich Richtung Nordinsel weiterziehen und erst in einer Woche wieder nach Christchurch zurückkommen.

Sangha

Seit über 2 Wochen, genauer gesagt seit 15.03., bin ich jetzt in Neuseeland und habe neben meinem Retreat und der Fahrt nach Queenstown, wo ich jeweils vier Nächte war, die meiste Zeit im buddhistischen Zentrum verbracht. Hier bin ich, obwohl ich eigentlich nur ein Gast bin, voll in das Sanghaleben eingetaucht, mit allem drum und dran…

Die aktuell einzigen Zentrumsbewohner, das Pärchen Pavel und Ashani, er Tscheche, sie US-Amerikanerin, wohnen seit sechs bzw. zwei Jahren im buddhistischen Zentrum und leben das ganz anders als ich darunter verstehe, wie man sich als Bewohner eines Diamantweg Zentrums, mit der entsprechenden Motivation, in einem Zentrum verhält… Irgendwann habe ich dann mal Fragen gestellt, die aber glaube ich nicht so gut angekommen sind.

Jedenfalls war ich sehr froh als Chris, der die meiste Zeit seines Lebens in einem buddhistischen Zentrum gewohnt hat und vor fünf Jahren mit Niki, seiner Frau in ein eigenes Haus gezogen ist, vorbeikam, um mich abzuholen. Ich hatte ihm gestern geschrieben, dass ich ihm helfen würde, wenn er heute nach Glentui fährt. Er ist bereits 73 Jahre und als früherer Zimmerer und Rentner aktuell mehr oder weniger die treibende Kraft, der über handwerkliche Fähigkeiten, Zeit und das notwendige Engagement verfügt, um hier das ganze am Laufen zu halten.

Mühsam haben wir mit Harke, Rechen und Schaufel den Untergrund für die oberen Stufen abgetragen und geebnet, die bis zum Kurs fertig sein sollen. Chris hat dann die Holzkonstruktion angepaßt und zusammengeschraubt.
Weg zwischen Gompa und Container…
Weg zum Container = Geräteschuppen / Küche / außen überdachtes Café

Am Spätnachmittag war ich wieder in Christchurch, um anschließend mit dem Bus noch in die City zu fahren und ein Café zu besuchen.

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Am Abend war noch die mittwöchliche, interne Sanghameditation, neben der einmal wöchentlich stattfindenden öffentlichen Meditation am Donnerstag.

Bridle Path

Nach meinem Vormittagsprogramm Aufstehen – Kaffee – Meditieren – noch ein Kaffee – Putzjob – Brunch – meditieren mit Chris oder so ähnlich…, habe ich heute wieder was für meine Kondition und meinen Geldbeutel getan. – Da wo andere mit der Gondel hinauffahren, bin ich hinaufgelaufen. 🚊🏃‍♀️‍➡️💪💰 Und auf der anderen Seite wieder hinunter.

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Der Bridle Path – ein 45 Minuten dauernder Aufstieg, der hier flacher aussieht, als er tatsächlich ist.

Oben gab es wieder einen unglaublichen Panoramablick

… auf Christchurch und das Meer auf der einen Seite,
den Hafen von Lyttelton…
und einen Meeresarm auf der anderen Seite.

Der Aufstieg erfolgte von Christchurch, der Abstieg nach Lyttelton, von wo ich dann nach einem Besuch in einem Café mit dem Bus wieder an meinen Ausgangspunkt zurückgefahren bin.

kleiner Yachthafen von Lyttelton
Industriehafen

Die Stadtbusse sind hier sehr gut vernetzt, sind allerdings nicht immer pünktlich und es kommt immer wieder mal vor, dass der Bus einfach an der Haltestelle vorbeifährt, wenn man nicht wirklich mit beiden Armen wie blöd winkt und Zeichen gibt. 👋👋🚍🙈

Hitchhike

Gestern fand mit acht Freunden der monatliche Arbeitstag in der Retreatstelle in Glentui statt. Mit der Elektrosense und Schaufeln haben die Männer durch das ein Meter hohe Gras einen neuen Weg von der Gompa zum Container gebahnt, der bei Kursen gleichzeitig als Geräteschuppen und Küche dient, sowie draußen als überdachtes Café. Ich habe mich beim Fensterputzen und Unkrautjäten beteiligt. Zu fotografieren hatte ich ganz vergessen, daher nur zwei alte Bilder um eine Vorstellung von dem riesigen Gelände zu bekommen. 

links Container;  oben bzw unten… Gompa
Fenster rund um die ganze Gompa…

Heute Morgen bin ich mit dem TranzAlpine an die 250 Kilometer entfernte Westküste nach Greymouth gefahren. Die Strecke wird als eine der schönsten der Welt angepriesen und hat entsprechend ihren Preis – 130 Euro einfach.

Weil es aufgrund der Infrastruktur in Neuseeland schwierig ist eine klassische Rundreise zu planen und ich für mich bereits entschieden habe in Christchurch zu bleiben, musste ich auch irgendwie wieder zurück kommen.

Da der günstige Intercitybus auf dieser Strecke nicht fährt und ich für die Rückfahrt nicht noch einmal den gleichen Preis bezahlen wollte, hätte ich die Fahrt beinahe gecancelt. ❌️

Weil mir aber früher schon Jakub aus dem buddhistischen Zentrum und später eine Travellerin in einem Hostel das Trampen vorgeschlagen haben und das in Neuseeland anscheinend keine ungewöhnliche Form des Reisens ist, dachte ich, dass ich das vielleicht auch einmal ausprobieren sollte. 😃 – In Deutschland würde ich das niemals machen! 🙈

Also habe ich mir diese wunderbare Panoramazugfahrt gegönnt und habe 5 Stunden lang eine einzigartige Landschaft voller Schluchten, Flüssen, Weiten, Hügel, Wälder, Seen und Berge genossen. Ein wahres Eldorado für alle Naturliebhaber.

TranzAlpine Zug
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kristallklares Wasser in allen Flüssen und Bächen
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Kühe und Schafe überall 😍

Nach meiner Ankunft in Greymouth um 13 Uhr, musste ich feststellen, dass die Stadt aufgrund des Feiertags (Ostermontag), außer am Bahnhof, wie ausgestorben und ich auch nicht sonderlich an einer Erkundung interessiert war. Daher habe ich mich mehr oder weniger gleich wieder auf den Rückweg gemacht, zumal ich ja auch nicht wusste wie lange ich auf eine Mitfahrgelegenheit warten müsste und ob mich überhaupt jemand mitnimmt.

Totenstille in Greymouth

Da ich zwar sicherheitshalber mein Nachthemd und meinen Kulturbeutel mitgenommen habe, aber eigentlich keine Lust auf eine Übernachtung in einem Hostel, habe ich nur kurz beim großen „M“ was gegessen und mich dann mit ausgestrecktem Daumen an den „State Highway 73“ gestellt, der nach Christchurch führt. 👍 – Es war irgendwie ein seltsames Gefühl. Nach 5 Minuten, als keiner anhielt, dachte ich mir irgendwo ein Schild mit der Aufschrift „CHRISTCHURCH“ basteln zu müssen und wollte wieder Richtung großes „M“ laufen, als mir plötzlich jemand nachrief, wohin ich wolle. Es war ein junger Chinese, der auch nach Christchurch fuhr und mich dann mitgenommen hat.

Henry, mein Anhalter und ich am Ende der Fahrt von Greymouth nach Christchurch

Die Fahrt war total entspannt, wir haben uns auf der 3-stündigen Fahrt ganz nett unterhalten oder einfach geschwiegen. Einmal hat er sogar extra angehalten, um mir einen besonderen Aussichtspunkt zu zeigen.

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Die Fahrt per Anhalter war mindestens genauso toll, wie die mit dem Zug. Er hat mich sogar bis vor die Haustür gefahren und wollte keinen Cent dafür.

So ein toller Tag, juhuu! ☀️✨️🌈