Neben den vielen Highlights, die Galapagos zu bieten hat, gab es gestern, an meinem letzten Tag, noch ein ganz besonderes: Einen oder besser gesagt zwei Tauchgänge am Kicker Rock. Das sind zwei Vulkanfelsen, die ca. 150m aus dem Meer ragen und nach einer 1-stündigen Bootsfahrt von San Cristobal aus erreicht werden können.

Dieser Ort ist berühmt dafür, hier mit Haien, Rochen und Seelöwen tauchen zu können. Das Kleingedruckte, wo immer das auch stand, dass das wegen seiner oft starken Strömungen eigentlich kein Tauchspot für Anfänger wie mich ist, habe ich natürlich wieder komplett übersehen. Direkt gesagt hat es mir allerdings auch keiner.
Als mir das Tauchcenter, welches ich schon länger ausgewählt und auch besucht hatte, bei einer Vorabanfrage per Whatsapp, mitteilte, dass der Tauchguide nur 5 Minuten auf mich warten würde, falls ich Probleme beim Abtauchen hätte und mich dann ohne Kostenrückerstattung aufs Boot zurückschicken würde, war ich fast ein wenig verärgert, anstatt mich zu fragen, woran es liegen könnte, dass man hier mit Anfängern so hart ins Gericht geht.
Nachdem dann auch noch eine Vorabüberweisung + 15% Aufschlag von mir verlangt wurde, habe ich die Sache erst einmal wieder ruhen lassen und bin gestern, nach meiner erneuten Ankunft auf San Cristobal, noch einmal persönlich im Tauchcenter vorbeigegangen, wo ich vor über einer Woche schon einmal war und die Beratung damals problemlos ablief. Auch heute war es wieder kein Problem. Der ursprünglich genannte Preis stand wieder und niemand hat mir etwas angedroht, falls ich irgendetwas nicht gleich kann.
Heute Morgen um 7:30 Uhr ist unser Boot dann Richtung Kicker Rock aufgebrochen. Neben der Crew, die für das leibliche Wohl an Board sorgte und uns Tauchern beim An- und Ablegen der Tauchausrüstung stets helfend zur Seite stand, waren noch zwei Tauchguides, ein Schnorchler, ein Schnorchlerpaar, das dann doch nicht geschnorchelt ist, eine Forscherin und eine 6-köpfige Tauchgruppe, zu der auch ich gehörte, an Board.
Spätestens als ich herausgefunden hatte, dass alle in meiner Gruppe schon mindestens 60 Tauchgänge oder mehr hatten und ich mir mit meinen sechs Tauchgängen etwas mager vorkam und es an diesem Tag auch noch eine starke Strömung hatte, bekam ich dann doch ein wenig Zweifel, ob ich hier an der richtigen Stelle war. Da war es allerdings schon zu spät und zum Glück ist auch alles gut gegangen.
Dank genügend Gewichten, hatte ich keine Probleme mit dem Abtauchen und dann hieß es nur noch sich irgendwo an der Felswand festzuhalten, um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden


Nach den Tauchgängen und einem Mittagessen an Board, haben wir noch einen Stopp auf einer Insel eingelegt, auf der wieder Leguane und verspielte Seelöwen beobachtet werden konnten.


Nach 12 Tagen auf den Galapagosinseln heißt es wieder Abschied nehmen von diesen einzigartigen Fleckchen Erde.
Die Reise geht weiter in ein Land, das auf einer Südamerikareise nicht fehlen darf. Die Inspiration hierzu habe ich wieder von netten Begegnungen auf meiner Reise bekommen.

