Ein Erlebnis der besonderen Art: Vulkane, Regen, Wind und tektonische Platten formten das Mondtal Valle de la Luna, das ich heute mit einer kleinen Gruppe besuchte. Es befindet sich mitten in der nördlichen Atacamawüste Chiles, der trockensten Wüste der Erde.
San Pedro und das Valle de la Luna verfügen über ein Mikroklima, das die Gegend hier zu etwas ganz Besonderem macht. Neun Tage im Jahr mit wenig Regen reichen anscheinend aus, um hier zu (über-)leben und diese Mondlandschaft so zu formen wie sie ist. Man fühlt sich wirklich wie auf einem anderen Planeten.
Wenn der wenige Regen mit dem Vulkangestein reagiert und das Wasser verdunstet, wird hier alles weiß.Wüstensand im Valle de la LunaEinstündige Wanderung im Mondtal; es ging die ganze Zeit bergauf und bergab.Aussicht vom ersten GipfelDie Wanderung geht auf der anderen Seite weiter…bis zum nächsten GipfelAussicht in den sog. Krater, der aber keiner ist.Mondlandschaftweite Wüsteeinsame Pflanze an einer Sanddünenoch eine Sanddüne von obenDer Vulkan im Hintergrund bildet Grenze zu BolivienPanoramaaufnahmeFotospotSonnenuntergang im Valle de la Luna…
Nachts ging es dann noch einmal in die Wüste zum Sterne beobachten. Erst wurde uns mit Laserpointern, wie an einer Tafel, der Sternenhimmel erklärtt, bevor es dann an richtig dicke Teleskope ging, mit denen wir Saturn mit seinem Ring und die Andromeda Galaxie sehen konnten.
Es ist wirklich beeindruckend, wie man ohne Lichtverschmutzung mit bloßem Auge die Milchstraße, den Kometen „Atlas“ und weitere Galaxien, die wie kleine Wolken aussehen, erkennen kann.
Die restlichen Wüstenbilder sind wieder auf Polarsteps:
San Pedro de Atacama befindet sich auf 2.405 m Höhe und ist von einer spektakulären Landschaft mit Vulkanen, Wüsten, Geysiren, heißen Quellen und Salzebenen umgeben.
Die Atacamawüste erstreckt sich über 1200 km und ist eine der trockensten Regionen der Erde.
Heute habe ich mit einer Gruppe von 18 Leuten, in einem kleinen Van, eine Ganztagestour zu ein paar sehr sehenswerten und außergewöhnlichen Stellen unternommen und wieder einmal festgestellt, dass es schon wirklich schöne Flecken auf der Erde gibt.
Sehr erfreulich ist dabei, dass die Chilenen sehr auf den Erhalt und die Reinheit ihrer Landschaften bedacht sind.
Die Laguna Chaxa, bildet mit ihrem Salzsee die Lebensgrundlage für Flamingos17 Stunden am Tag sind die Flamingos nur auf FuttersucheIhre Farbe kommt vom Betacarotin, das die Flamingos durch das Fressen von Algen oder Shrimps zu sich nehmen. Die hellen Flamingos fressen Shrimps, die dunklen Algen. Auf unserem Frühstücksplatz hat sich uns dieser kleine, neugierige Wüstenfuchs immer wieder genähert.… Von der Ferne haben wir diesen Emu gesehen bzw. unser Guide hat ihn mit seinem aufmerksamen Auge erblickt. Piedras Rojas, die roten Steine und die heißen Quellen,…die sich im Laufe der Zeit immer wieder mit Lava und Asche vermischt haben.Zuletzt ging es noch auf 4100 m Höhe zu den Lagunas Altiplanicas, zwei Seen, die erst einer waren, bevor sie durch das Lavagestein von ausgebrochenen Vulkanen getrennt wurden. Manche Vulkane sehen wirklich wie aus dem Bilderbuch aus…
Morgen Nachmittag fahre ich in eine surreal erscheinende Gegend namens Valle de la Luna und nachts in ein astronomisches Museum zum Sternenhimmel beobachten. Bin schon sehr gespannt…
Hätte ich vorher eine Wahl gehabt, hätte ich für die 12-stündige Fahrt von Uyuni (Bolivien) nach San Pedro de Atacama (Chile) ein anderes Busunternehmen als Cruz del Norte gewählt. Die Rezensionen sind hier extrem schlecht, 2,2 von 5 Sternen. Die Meisten der 114 Rezensenten haben nur einen Stern gegeben und mehrere davon berichtet, dass sie während der Fahrt im Schlaf bestohlen wurden. Außerdem hätte die Heizung nicht funktioniert und die Sitze wären sehr unbequem gewesen.
Leider gab es auf dieser Strecke kein alternatives Busunternehmen. Daher habe ich die Fahrt trotzdem gebucht, im Vertrauen auf meinen besonderen Schutz..
Mit einer Viertelstunde Verspätung sind wir um 6:15 Uhr in Uyuni gestartet. Zum Glück saß ich am Fenster neben einer älteren Bolivianerin, die es einem potenziellen Dieb schon einmal schwerer machte an meinen Rucksack unter meinen Füßen zu kommen.
Die Sitze waren breit, bequem und hatten sogar eine doppelte Mittelarmlehne. Als wir losfuhren, war es tatsächlich noch recht kalt und von einer Heizung wenig zu spüren. Da die Sonne bereits aufgegangen war, wurde es allerdings recht bald von alleine warm.
Der Busfahrer ist die ganze Strecke alleine durchgefahren, hat um 9 Uhr eine 15-minütige Frühstückspause und um 12 Uhr an der Grenze einen längeren, knapp einstündigen grenzübertrittsbedingten Stopp eingelegt. Eigentlich funktionierte alles reibungslos und wir sind sogar 2,5 Stunden früher angekommen.
Außer, dass die Heizung auch am Nachmittag, bei über 20 Grad Außentemperatur, noch lief, gab es nichts zu beklagen und die Fahrt war recht angenehm. Zwischendurch tut es wirklich gut, einmal den ganzen Tag einfach nur durch die Gegend zu schaukeln und aus dem Fenster zu schauen.
Zum Glück ist mir auch in letzter Minute noch eingefallen, dass sich in meinem Gepäck Güter aus pflanzlichen Bestandteilen befinden, nämlich mein offener Kaffee, die Coca- und Steviablätter, so dass ich das entsprechende Kreuz auf meinem Formular noch ändern konnte. Meine Steviablätter haben sie mir dann tatsächlich abgenommen. Den Rest durfte ich aber behalten.
Hier noch ein paar Bilder von den Landschaften, die wir durchfahren haben..
Frückstückspause, irgendwo im NirgendwoEinen Großteil der Strecke haben wir auf Sandstraßen zurückgelegt.Über 500 Kilometer nur Wüste… aus Salz, Sand, Stein und GeröllMit Bergen und Vulkanen im HintergrundHier wird gerade ein Windpark gebautDer dunkle Streifen ist ein riesiges Solarfeldes gibt hier viele Vulkaneund Gesteinsformationen
Jetzt schreibe ich zur Abwechslung noch eine gute Bewertung für Cruz del Norte.
Morgen nehme ich an einer Ganztagestour zu den Piedras Rojas und die sie umgebenden Lagunen teil.