Building up

Irgendwie ist jetzt doch wieder alles ganz anders gekommen als ich mir das als Longtermguest im EC so vorgestellt habe.

Ich dachte, dass ich viel Zeit zum Meditieren hätte, daneben ein paar Aufgaben und anfallende Arbeiten im laufenden Zentrumsbetrieb übernehmen und dabei auftretende Störgefühle dann irgendwie an den anderen Zentrumsbewohnern abschleifen würde.

Stattdessen scheine ich mich recht gut in die EC Sangha und Wohngemeinschaft integriert zu haben, aber Zeit für meine eigene Meditation und Arbeiten im laufenden Zentrumsbetrieb habe ich nur nebenbei.

Inoffiziell hat der Aufbau des am 22. Juli startenden Sommerkurses, mit dem Küchenboden, bereits begonnen und die ersten festen Helfer sind dauerhaft vor Ort.

Weil für mich von Anfang an feststand, dass ich wieder in einem Sommerkursteam mitmachen möchte, mir aber offengelassen habe in welchem und ich vom Kitchen Technical Team gefragt wurde, habe ich nach einem Probetag spontan zugesagt. 😊

Im Vergleich zu manch anderen Teams, ist das jetzt körperlich richtig schwere Arbeit, aber meine Teamkollegen sind toll und wir arbeiten hauptsächlich vor und nach dem Kurs. Während des Kurses haben wir nicht viel zu tun…

Auf dieser ca. 150 qm großen Fläche bauen wir die Küche hin, angefangen mit dem Boden…
… gemäß diesem Plan müssen zuerst überall genau durchnummerierte Balken ausgelegt werden, auf die dann die Bodenplatten gelegt werden.
Unsere Werkstatt zur Vorbereitung der Balken
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Mit Metallschablonen und Fräse werden diese Balkenenden von früheren schlechten Balken auf neue kopiert.  – Ja, fräsen habe ich auch schon gelernt. 😁

Während es gestern Vormittag noch richtig geregnet hat und alles noch ungewohnt, neu und schwierig war, hat heute den ganzen Tag die Sonne gescheint und die Arbeiten gingen schon viel flüssiger. Außerdem waren noch ein paar Wochenendhelfer da. Ansonsten sind wir aktuell noch zu sechst.

Fräsen der neuen Balken
Schneiden der alten Balken

Bin schon gespannt, wie die nächsten Wochen werden…

Im Europazentrum „EC“

„EC“
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Gestern Nachmittag bin ich im EC angekommen, wo ich, wenn alles gut läuft, bis nach dem Sommerkurs, Mitte August, als Langzeitgast wohnen werde.

Das Europazentrum ist das internationale Hauptzentrum der über 600 weltweit von meinem Lehrer Lama Ole gegründeten Diamantweg Zentren, im Aufrag seines Lehrers, dem 16. Karmapa.

Das Ziel ist, im Zusammenleben mit anderen Buddhisten aus der ganzen Welt und unterschiedlichen Kulturen, auf der Grundlage der buddhistischen Belehrungen, durch Meditation und Arbeit mit dem eigenen Geist, miteinander zu lernen und sich weiter zu entwickeln.

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Entgegen meiner anfänglichen Bedenken, wie ich es schaffen soll, in einer so riesigen Wohngemeinschaft, die zum Einen aus ca. 40 festen Bewohnern, die sich untereinander alle kennen und zum Anderen aus zahlreichen wechselnden (Mehr-)Tagesgästen besteht, einen Platz zu finden, war der Anfang dann doch recht entspannt.

Ein paar kenne ich schon von früheren Reisen und Kursen. Durch die Mithilfe in der Küche bin ich dann zudem mit anderen in Kontakt gekommen. Außerdem wissen auch alle Bewohner Bescheid, wenn „ein Neuer“ kommt…

Weil der Lama gerade in Karma Guen (Spanien) ist, ist es auch im EC gerade extrem ruhig und überschaubar. Außer den Bewohnern und ein paar anderen Langzeitgästen ist eigentlich gerade niemand da. Für mich der perfekte Einstieg! 😊

Wieder zuhause

Ein kurzer Zwischenbericht, nach gut einer Woche in der Heimat.

Nach meiner Ankunft am Landshuter Bahnhof, war es, als ob ich nie weg gewesen wäre. Alles sehr vertraut und unverändert.

Natürlich war es eine große Freude, als ich meine Familie und meine Freunde wieder gesehen habe. 🥰

Durch die Möglichkeiten des Internets ständig in Verbindung zu bleiben und durch diesen Blog, alle ein Stück weit mit auf die Reise nehmen zu können, hat allerdings auch nie eine wirkliche Trennung stattgefunden, außer dass man sich eben ein paar Monate nicht gesehen hat.

Wie nach jeder Rückkehr von einer meiner Asienreisen, bin ich standardmäßig auch wieder mit Darm- und Grippesymptomen erst einmal ein paar Tage im Bett gelegen.🥴 – War zwar diesmal nicht weiter tragisch, nur eben auffällig.

Was mich mehr erschüttert hat, war der Umstand, dass ich mich wieder unmittelbar im Geschehen sämtlicher Katastrophenmeldungen wie Überschwemmungen, Mord und Totschlag, befunden habe. ☹️ Während meiner Reise war das alles sehr weit weg…

Ansonsten habe ich jetzt meine Wohnung wieder soweit auf Vordermann gebracht, meine Steuererklärung gemacht und einen Termin zum Führerscheintausch für Freitag.

Am Montag werde ich dann ins Allgäu fahren… ⛰️🐃📿🧘‍♀️