Strand und Meer

Hier kann man gefühlt kilometerlang den Strand entlanlang laufen ohne irgendwo anzukommen. Es gibt keine klassischen Strandcafés und keine Sonnenschirm-Liegestuhl-Sets. Hier geht man ins Wasser und legt sich dann entweder auf ein Handtuch am Sandstrand oder verschwindet gleich wieder. Im Idealfall hat man dann ein Zimmer oder Apartment im obersten Stockwerk in einem der Tower und genießt von dort die Aussicht aufs Meer. 🌊

feiner weißer Sandstrand kilometerlang
futuristische Tower
Rettungsschwimmer
Auch Möwen lieben Wellen

Interessant ist auch, was das Meer so anspült:

Muscheln
Kleine Glibbertaler, vermutlich junge Quallen, ca. 7 cm Durchmesser
… schon eine Nummer größer, ca. 25 cm
… frisch angespült und liegen geblieben.
Blue bottle
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Von den „Blue bottles“ lagen in Newcastle an einem Tag Hunderte am Strand. Zunächst dachte ich das wären kleine Plastiktütchen, liegengebliebener Müll oder so. Als  ich dann mehr davon herumliegen sah und eines davon aufhob und genauer ansah, bemerkte ich dass das Quallen oder irgendwelche Tintenfischchen sein mussten. Später erfuhr ich, dass es „Blue bottles“ sind. Diese sind giftig und verursachen starkes brennen, wenn die Haut mit den blauen Tentakeln in Berührung kommt. Hatte also nochmal Glück, vor allem als ich im Wasser war….

Von den Glibbertalern und großen Quallen sah man abends auch nicht wenige am Strand liegen. Keine Ahnung, ob die die Nacht überleben und mit der Flut am nächsten Morgen wieder ins Meer gezogen werden.

stürmische Abendstimmung
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Was das wohl für Vögel sind?
Möwen in Reih und Glied aufgestellt
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Gemischte Gedanken

Die Fahrt mit dem Greyhoundbus verging relativ schnell und obwohl ich zwischendurch auch geschlafen habe, war sie dennoch anstrengend und ich fühle mich erledigt. 🫠

Unverhofft habe ich aber eine Stunde geschenkt bekommen. Kurz nachdem ich mit einem Blick auf GoogleMaps festgestellt habe, dass wir uns um eine Stunde verspäten werden, ist die Zeit zurückgesprungen. 🕘🕖 👍

Statt nach Norden sind wir wohl nach Westen gefahren… 🤔🤪 Manches läuft hier einfach anders. Der Mond z.B.  nimmt hier auch in umgekehrter Weise ab 🌛und zu 🌜. Und wenn der Australier irgendwo hinfährt, misst er die Entfernung nicht in Kilometer, sondern in Fahrstunden… ⌚️

Gold Coast ist, wie Newcastle, ein Paradies für Surfer. 🌊🏄‍♀️  Obwohl ich kurz darüber nachgedacht habe, auch an einem Kurs teilzunehmen, habe ich diesen Gedanken wieder verworfen. Ich kann es mir einfach nicht leisten, mir womöglich leichtfertig irgendwelche Verletzungen zuzuziehen… 🫤

Hier wird es wieder mehr Zeit zum Lesen und Meditieren geben, zumal auch das Wetter sehr wechselhaft ist. 🌦 📚📿

Es gibt auch eine Diamantweg Gruppe hier. Ich habe mal eine Mail hingeschrieben und warte noch auf Antwort. Es ist tatsächlich erstaunlich mit welcher freudvollen Anstrengung der Diamantweg hier in Australien berieben wird. Das erste Zentrum entstand Mitte der 90er als Lama Ole zum ersten Mal hierher kam. Zwei weitere in den darauf folgenden Jahren. Mittlerweile gibt es zwölf Zentren und Gruppen, die von 120 Mitgliedern betrieben werden. Die Meditationen finden entweder in Wohnzimmern oder angemieteten Räumen statt. Perth, ein bewohntes Zentrum  und Canberra wurden gekauft. Und obwohl das Zentrum in Canberra riesig ist – ich hatte darüber berichtet – hat es statt vermuteter 50 nur 15 Miglieder und von Montag bis Freitag geöffnet. Lama Ole meinte sie würden es brauchen. Und nach Abschluss der jahrelangen Renovierungsarbeiten mit nur 10 Leuten, hat er auf die Frage, was sie jetzt machen sollen, weil sie jetzt alle so erschöpft seien, geantwortet, jeden Tag zu öffnen und gemeinsam zu meditieren. 🧘‍♂️📿🧘‍♀️📿🧘📿

Das Hostel hier ist richtig cool und wieder alles groß und geräumig, mit überdachter Terrasse diesmal.😎 Es gibt nur einen 100er Schlafsaal mit abgetrennten Schlafkabinen und Vorhängen davor. Hier quietscht nichts und die Matratzen scheinen bequem zu sein. Außerdem wird sehr auf Ruhe im Schlafraum geachtet.

Stadtspaziergang

Heute war ein idealer Tag für Unternehmungen draußen. Leicht bewölkt und nicht zu heiß.

Morgenspaziergang am Strand
Beim Heranzoomen sieht man auf der linken Seite die Rückenflossen kleiner vorbeischwimmender Wale

Weil Australien im 1. und 2. Weltkrieg als Teil des britischen Empire und später als unabhängiger Nationalstaat eine bedeutende Rolle spielte, ist die Erinnerung an die ANZACs (Australian and New Zealand Army Corps) und ihre Opfer bis heute ein wichtiger Bestandteil der nationalen Erinnerungskultur und jede Stadt hat ein aufwändig gestaltetes War Memorial. In Newcastle ist das eine 450m lange Brücke.

War Memorial Walk
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Auf den Soldaten sind die Namen der Opfer eingraviert.
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Leider habe ich mein Mückenspray verloren und wurde Opfer mehrerer Attacken, so dass ich nicht länger warten konnte, um später den beleuchteten Walkway auch bei Dunkelheit zu gehen.

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Auf dem Rückweg habe ich noch einen Abstecher zum Obelisken gemacht, der 1820 errichtet wurde und als erste Navigationsmarkierung diente.

Obelisk
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Aussicht auf Newcastle
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Newcastle – Beach

Das Hostel hier ist richtig cool. Eigentlich mehr eine Jugendherberge, aber alles sehr sauber, geräumig und mit großer Küche und Waschraum zum Wäschewaschen ausgestattet. Leider bekam ich in der ersten Nacht wieder starke Rückenschmerzen und konnte kaum schlafen. Bis ich den Entschluss gefasst habe wieder meine Luftmatraze unterzulegen, war es bereits 6 Uhr und nicht mehr wert sich noch einmal schlafen zu legen. Am Strand wurde ich dann mit einem wunderbaren Sonnenaufgang belohnt.

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Später bin ich über den Prinz Edward Park zur Bogey Hole gelaufen, einem Loch das vom Meer befüllt wird und in dem man baden kann, wenn man keine hohen Wellen mag.

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Prince Edward Park
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Bogey Hole
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Da noch immer ein paar Freunde in Newcastle sind bzw. sogar hier wohnen, haben wir uns für gestern Abend zu einer 16. Karmapa Meditation  verabredet.

Das buddhistische Zentrum wird hier noch als klassisches Wohnzimmerzentrum betrieben. Da kein offizieller Meditag war und der Sohn von Jack, in dessen Haus sich das Zentrum befindet, seinen ersten Geburtstag gefeiert hat, sind wir zu Joel ausgewichen, wo wir  dann erst zu sechst meditiert und anschließend zum Pizzaessen gegangen sind.

Joel’s Wellensittich „Mango“, den er aufgezogen hat, nachdem er von seinen Elterm aus dem Nest geworfen wurde.

Heute war es mit knapp 40 Grad extrem heiß. Ab Mittag habe ich es aber drinnen nicht mehr ausgehalten und bin dann am Strand entlang zum Leuchtturm gelaufen.

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Surfer
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Mädchen, das erst Möwen gefüttert hat
… und dann von ihnen verfolgt wurde.
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Wieder ein kleines Ende

Juhuu! Gestern habe ich es doch noch an den Strand geschafft. 😃👙🌊🌴☀️😍

Beach
Überlaufsee
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Dieser kleine Vogel hier ist ein Kookaburra (sprich: Kokabara) und gehört zur Gattung der Eisvögel. Die Einheimischen und vor allem die Kinder sind ganz begeistert, wenn sie einen sehen. Überhören kann man sie nicht… 😄 Er saß direkt vor unserer Tür.

Kookaburra
So macht der Kookaburra… 😄

Die „Aussies“ und „Kiwis“ hatten noch ein letztes „Meet and Connect“, bevor  der Kurs sich langsam aufzulösen begann. Es gab erste Verabschiedungen, Abbau- und Aufräumarbeiten und in unserem 12er-Zimmer leerten sich die ersten Betten. 🥲

Nach dem letzten Frühstück und der gemeinsamen Medi heute, haben die restlichen Verbliebenen in einem gemeinsamen Kraftakt den Kursort noch in seinen Ursprungszustand zurückversetzt, gesäubert, die Autos vollgeladen und dann nach dem Verzehr der letzten Leftovers und ausgiebiger Verabschiedung wieder ihren eigenen Weg eingeschlagen.🚘🚙🛻🚗

Wegen einer günstigen Busverbindung nach Gold Coast, habe ich mich noch 4 Tage in einem Hostel hier in Newcastle einquartiert und um die ganzen Eindrücke der letzten 14 Tage, in denen es gefühlt keine ruhige Minute gab, sinken zu lassen und zu verarbeiten.🫠

Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass dieser Part der 365 Tour wieder eine unvergessliche Zeit sein wird, die ich meinem Lehrer Lama Ole (und Hannah) zu verdanken habe.🙏🙏🙏

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Seiner Aktivität ist es zu verdanken, dass es auf der ganzen Welt Diamantwegzentren gibt, in denen  Menschen aller Nationen zusammenkommen können, um auf der Grundlage buddhistischer Werte gemeinsam zu lernen, zu meditieren, zu arbeiten, Spaß zu haben und sich zu entwickeln.

„LOVE AND FRIENDSHIP EVERYWHERE“

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Weiter stehen dann Gold Coast auf dem Plan – hier soll es einen tollen Strand geben,  schnorcheln im Great Barrier Riff in Cairns, der Uluru im Outback bei Alice Springs und dann ein Retreat in Glentui, Neuseeland.

Strandtag

Programm 3. Kurstag

Weil für heute traumhaftes Wetter angesagt war und die Ausssies nach dem Morgenprogramm ihr nationales Zentrentreffen hatten, habe ich mich gleich ab 11:30 Uhr zum Vorbereiten des Mittagessens gemeldet, um anschließend an den Strand gehen zu können. Das Meeting hat sich aber etwas verzögert, so dass wir statt um 13 Uhr erst um ca. 15 Uhr zu Mittag gegessen haben.

Während die anderen nach dem Essen gleich zum Strand spazierten, habe ich noch meine Wäsche gewaschen und wollte dann nachkommen.

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Leider gab es heute Morgen aber scheinbar ein Problem bei der Helfereinteilung für das Abendessen bzw. wurde erst gar nicht abgefragt.

Jedenfalls just in dem Moment als ich mein letztes Wäschestück zum Trocknen aufgehängt hatte und mich bereits auf dem Weg zum Strand sah, kam Norris mit seinem geschienten Arm auf mich zu – er hat sich in Canberra bei unserer Seeaktion den Arm ausgekugelt und zusätzlich verletzt… – und meinte, dass Gerry Hilfe in der Küche bräuchte und ob ich nicht einspringen könnte?  Tja, was soll man dann sagen?  Und so kam es dann, dass ich heute statt am Strand in der Küche beim Gemüseschneiden gelandet bin.

☀️🌊👙🌴 ❌️❌️❌️❌️🍅🥒🥦🥕🔪🔪🔪

Als Gerry dann vergessen hat eine Variante für die Vegetarier zuzubereiten, fand ich das irgendwie wieder komisch. 🤣

Am Abend haben wir dann noch den Trailer zu Meeting the Buddha angeschaut. Einen geplanten Film über Lama Ole analog zu Hannah – ein buddhistischer Weg zur Freiheit. 😍

Maike und Marc zum Thema „Bedeutung der Sangha“

Sommerkurs

Heute waren wir bereits um 3 Uhr morgens in der Gompa versammelt und hatten einen Zoomcall mit Lama Ole. 😍Um 4 Uhr hatte er bereits den nächsten Call mit Cancún, die ebenfalls gerade einen Sommerkurs haben und wir konnten noch einmal unter die Decke schlüpfen. 😴 

Lama Ole via Zoom

Weil es heute den ganzen Tag Niesel geregnet hat und relativ kühl war, hatten wir viel Zeit zum Meditieren und um mit unserem Geist zu arbeiten. Der kaum vorhandene Zugang zum Internet tut hier sein Übriges dazu und zeigt einem wieder einmal sehr gut, wie abhängig wir sind.😬

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Vortrag von Roman und Phil zum Thema „Ursache und Wirkung“

Abends haben die Neuseeländer Glentui, ihre Retreatstelle, vorgestellt und welche Pläne sie zur Erweiterung haben.

Es ist Lama Oles Wunsch, dass diese Stelle die Neuseeländer und (Ost-)Australier als gemeinsames Projekt verbindet.

Danach gab es eine superwitzige Auktion, in der einige Malas, ein Kilo beste schweizer Schokolade, ein Tschenmesser von Ole, ein  Shirt und ein Parfum von Hannah und eine Diamantgeiststatue versteigert wurden. Es sind dabei 13.000 australische Dollar zusammengekommen. 💸💸💸

Auktion

Nach dem Ende der Auktion war noch Party angesagt.

Party

Ab morgen soll es richtig heiß und sonnig werden. ☀️

Newcastle

Renate, Andrey und ich

Nach dem Frühstück und einem Abschiedsfoto, sind wir mit Andrey, der Renate und mich die letzten drei Nächte beherbergt hat, in seinem schicken BMW von Sydney in das 150 km entfernte Newcastle gedüst.

Auf einem angemieteten, ansonsten für Schülerprojekte konzipierten Gelände mit riesigem Grundstück, Mehrbettschlafräumen, Bädern, Küche, Ess- und Veranstaltungsraum, findet die nächsten Tage der gemeinsame Sommerkurs der „Aussie und Kiwi“ Karma Kagyü Buddhisten statt. Es gibt 90 Anmeldungen, was für die Aussies sehr viel ist. 📿🧘‍♂️🧘‍♀️🌈

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Gompa

Nachdem ich mir ein Bett ausgesucht hatte und dabei war das Gelände zu erkunden, hörte ich plötzlich so ein seltsames, angsterfülltes Grunzen. Es klang, als seien unterirdisch irgendwo Schweine eingesperrt, die nach Hilfe riefen. Hier sind aber weit und breit keine Schweine und es riecht auch nichts danach. Als ich das Grunzen orten konnte,  erspähte ich plötzlich zwei ausgestopfte Pelztiere an der Wand, die bei genauerer Betrachtung dann aber doch recht lebendig waren und scheinbar miteinander kämpften. Es waren zwei Possums!

Possums
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Ansonsten ist hinter der Kuppe gleich das Meer mit tollen Wellen, in das heute fast jeder irgendwann einmal hineingesprungen ist.

Nach dem Abendessen gab es ein 20 Minuten Video mit einem Vortrag von Lama Ole und anschließend eine Frage und Antwort Session mit Roman und Maike.

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Sightseeing

Sydney ist eine atemberaubende Stadt! 😍

Nach dem Frühstück und der gemeinsamen Medi, hat uns Dara die schönsten Flecken der Stadt gezeigt.

Gerne hätte ich noch mehr Zeit zum Erkunden und Verweilen gehabt.

Auf dem Weg zum Hafen
Bahnhof
War Memorial
Im Memorial War Museum
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Dschungelfeeling im Hyde Park
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ein seltsamer Vogel 😁
Top gepflegte Parks und Gärten überall
Musikschule
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Die Oper, das Wahrzeichen Sydneys
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Harbour Bridge
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Fähre nach Manly
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Manly Beach
Tourgruppe
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Rückfahrt mit der Fähre
Skyline
Die Oper, das Wahrzeichen Sydneys

Bestimmt gibt es noch so viel mehr zu besichtigen in dieser wunderschönen 5 Millionen Einwohnerstadt.

Das 365 Tourprogramm sieht jedoch vor, dass wir morgen weiter nach Newcastle zum Sommerkurs fahren.

Abendvortrag mit Victor und Maike zum Thema „Bedeutung der Sangha“

I ❤️ Sydney