Gestern Nachmittag bin ich mit dem Bus in Sao Paulo angekommen. Das ist eigentlich nur ein Zwischenstopp für meine Weiterreise zu den Iguazú Wasserfällen.
Was macht man aber in 2 Tagen in einer 11 Millionenstadt? Auf Empfehlung meiner KI und weil ich schöne Parks liebe, bin ich heute in den Ibirapuera Park gefahren.
Erst fand ich es allerdings schon mühselig überhaupt einen Eingang zu dem mit hässlichen Absperrgittern umzäunten Park zu finden und dann waren auch innerhalb des Parks überall Absperrgitter, die das Gelände für verschiedene Kulturveranstaltungen zu späteren Zeitpunkten markierten oder die Seen vom Weg trennten.
Die freien Wege des Parks waren gesäumt von kleinen Spiel-, Imbiss-, Getränke-, Popcorn- und sonstigen Süßkramwägen, ähnlich wie auf einem Volksfest, nur dass hier Weihnachstdeko und -beleuchtung angebracht war. Vielleicht hätte ich doch ein paar Bilder davon machen sollen…
Nachdem ich ein wenig im Park herumgeschlendert bin und einen See umrundet hatte, fiel mir plötzlich wieder etwas ein.

Bereits auf der Hinfahrt zum Park ist mir ein ungewöhnlicher Stadtfriedhof aufgefallen, der mir jetzt viel interessanter schien, so dass ich beschloss noch dorthin zu fahren. Leider war es schon recht spät, so dass ich hier viel weniger Zeit verbringen konnte als ich wollte.
Die Brasilianer sind mehrheitlich christlich und scheinen, dem Friedhof nach zu urteilen, eine konkrete Vorstellung vom Leben nach dem Tod zu haben. Die Gräber oder Gruften gleichen großteils richtigen Häusern. Allerdings scheint sich niemand darum zu kümmern. Alles verlottert und ist teilweise kaputt. Nur vereinzelt jüngere Gräber aus den letzten Jahren.








Das war heute einmal eine etwas andere Sightseeingtour, aber nicht schlecht.