Fauna auf Galapagos

Isabela ist die größte der Galapagos Inseln, vergleichsweise sauber und einfach traumhaft. Hier war ich jetzt drei volle Tage.

Gleich am ersten Tag habe ich vom Rooftop meines Hostels aus eine Lagune mit Flamingos entdeckt. Man kann ihnen zuschauen, wie sie im Wasser stehen und entweder mit langem Hals im Wasser nach Futter suchen oder mit im Gefieder versteckten Kopf schlafen.

Am Strand liegen hier überall Leguane herum. Sie passen sich farblich sehr dem Untergrund an. Besonders beim Spazierengehen über das Lavageröll muss man höllisch aufpassen, dass man nicht versehentlich einmal auf einen drauftritt, weil man sie aufgrund ihrer perfekten Tarnung oft erst im letzten Augenblick wahrnimmt.

Meister der Anpassung

Gestern war ich mit einer für 3 Dollar gemieteten Schnorchelausrüstung in einer kleinen Lagune, die fürs Schnorcheln sehr beliebt und zudem kostenlos ist. Schnorcheltouren mit dem Boot kosten hier um die 100 Dollar.

Durch einen Mangrovenwald geht es zum Schnorchelstrand – auch hier liegen überall Seelöwen herum. Im Wasser schwimmen sie auf einen zu und wollen dann spielen.

Da ich „nur“ eine Riesenschildkröte, einen Rochen und ein paar kleine Fische gesehen habe, mir von mehreren Seiten eine Schnorcheltour zu den Los Tunneles empfohlen wurde und ich aller Voraussicht nach nie wieder nach Galapagos kommen und diese einzigartige Chance auf eine so besondere und vielfältige Unterwasserwelt haben werde, habe ich heute, neben einem noch geplanten Tauchgang in den nächsten Tagen, zusätzlich eine Schnorcheltour gebucht. Und, ja, es hat sich gelohnt, ist einmalig und wirklich fantastisch, was sich hier so alles unter der Wasseroberfläche tummelt…

sehr viele riesige Meeresschildkröten
verschiedene Rochenarten, die, wie mit Flügeln, durch das Meer schweben. Das schaut wirklich sehr anmutig aus…
Und süße Seepferdchen, die sich an die Mangrovenäste klammern 😍
Weißspitzenhaie – die halten sich überwiegend in den Lavahöhlen auf. Hier bin ich ehrlich gesagt froh, dass ich mit einer Gruppe unterwegs bin. Die Haie sind zwar wirklich friedlich, aber auch ein wenig furchteinflößend….

Nach dem Schnorcheln sind wir mit dem Boot noch zu einer Lavainsel mit vielen Wasserstraßen gefahren, auf der wir einen  Blaufußtölpel mit einem Jungem gesehen haben.

Das Nest des Blaufußtölpels ist einfach nur eine Stelle am Boden, die mit einem Kreis aus dem weißen Kot des Blaufußtölpels markiert wird. Nicht mehr.

Man beachte den weißen Fleck am Boden, der das Nest darstellt. Das weiße, flaumige Junge ist ca. 4 Wochen alt und wird hier gerade vom Männchen umsorgt.

Es hat sich wirklich gelohnt diese Tour zu machen. Dennoch ist es ein Unterschied, ob man nur an der Wasseroberfläche dahinschwimmt oder richtig tauchen geht.

Morgen fahre ich auf die dritte Hauptinsel, Santa Cruz. 

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