Ecuador – ein Land im Aufruhr

Auf die Galapagos Inseln kommt man nur mit einem Flug von der Hauptstadt Quito oder der Hafenstadt Guayaquil.

Weil es in hier auch ein buddhistisches Zentrum gibt, habe ich mich für Quito entschieden und ein Hostel für 3 Nächte in der historischen Altstadt gebucht.

Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es sich beim buddhistischen Zentrum um ein bewohntes Zentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten handelt und die Gegend im Verwaltungsviertel auch etwas sicherer gewesen wäre.

Die politische und wirtschaftliche Situation ist hier gerade etwas schwierig. Über eine entsprechende Facebook Gruppe habe ich erste Informationen erhalten, dass es hier seit Kurzem täglich mehrere Stunden einen von der Regierung gesteuerten Stromausfall geben soll, der bis zu 14 Stunden andauert.

Weiteren Recherchen zufolge sei dies auf die aktuelle Dürre zurückzuführen, dass es nicht mehr genug Wasser gäbe, um die Kraftwerke zu betreiben.

Kurz nach meiner Ankunft im Hostel war der Strom auch schon weg. In meiner Bezirk, immer von 0 bis 3 Uhr morgens und nachmittags von 3 bis 6 Uhr nachmittags/abends.

Die Leute sind alle ziemlich angepisst umd stinksauer, vor allem auf ihren Präsidenten. Wie ich später von Bewohnern erfahren habe, wird er dafür verantwortlich gemacht, dass er auf vorhersehbare Probleme nicht rechtzeitig reagiert und auch nicht entsprechend investiert hätte. Zudem seien auch die diplomatischen Beziehungen zu den Nachbarländern angespannt, weshalb es jetzt schwierig sei, von dort Strom einzukaufen.

Für mich wird das ab morgen wieder Geschichte sein, aber die Menschen, die hier leben, müssen jetzt die Folgen mit allen Konsequenzen ausbaden. Man möge sich einmal vorstellen, was es für uns bedeuten würde, wenn in D täglich zweimal zu einer festgelegten Zeit über mehrere Wochen oder Monate der Strom für drei Stunden abgestellt würde…

Bilder gibt es diesmal nur sehr wenige, da ich zum Einen gerade wenig Lust auf noch eine Stadterkundung habe und man zum Anderen sein Smartphone in der Öffentlichkeit lieber in der Hosentasche lässt… Aufgrund der starken Polizeipräsenz an allen Ecken, fühle mich hier nicht wirklich unsicher, aber auf Nachfrage wird einem schon gesagt, dass es hier, vor allem nachts, ziemlich gefährlich sei.

Mit einem registrierten Uber-Taxi, das mich direkt vor dem Hostel abholt, fahre ich heute Abend noch einmal zu den sehr herzlichen Freunden im buddhistischen Zentrum zum Ngöndroabend und lasse mich in gleicher Weise wieder zurückbringen. 📿

Das einzige Diamantwegzentrum in ganz Ecuador. Lama Ole war übrigens nie hier. Sein  letzter Reiseplan wurde schließlich von Corona verhindert.
Die Zentrumsmitglieder kommen teilweise aus Kuba, Costa Rica und Venezuela

Morgen früh geht es dann auf die Galapagos Inseln. 🏝🐢🏝🦭🏝🦩

2 Kommentare

  1. Avatar von Manuela Humbach Manuela Humbach sagt:

    wow, auf die Galapagos Inseln, wie spannend! Ich wusste gar nicht, dass die zugänglich sind. Was für eine Hingabe, wenn Menschen es schaffen, an solchen exponierten Orten ein Zentrum zu schaffen! Meinen höchsten Respekt dafür! Das mit dem Strom ist übel, aber wer weiß was auf uns noch alles zukommt. Die Wahlen werden das Amerika das wir kennen sehr verändern! Die Zukunft ist eben ungewiss und alles ist vergänglich. Alles Liebe Claudia! Enjoy!

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    1. Ja, ich bin jetzt auch sehr gespannt in welche Richtung sich die Welt unter der neuen US-Regierung entwickelt.

      Aufgrund dessen, was ich bisher gesehen habe, wäre es tatsächlich besser gewesen, wenn die Galapagos Inseln nicht vom Menschen besiedelt worden wären. Ich bin wirklich geschockt…

      Aber die Freunde in Quito leisten tolle Arbeit, wie sie als einziges Zentrum in ganz Ecuador die Aktivität von Lama Ole fortführen…

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