Wüstenoase

Weil ich es damals nicht auf dem Schirm hatte und nicht ausgestiegen bin, ging es jetzt, am vorletzten Tag meiner Perureise, mit einer Tagestour noch einmal in die Wüste Perus.

Huacachina ist eine Oase in der Atacamawüste und liegt auf der Strecke zwischen Lima und Arequipa, die ich gleich wenige Tage nach meiner Ankunft in Peru gefahren bin.

Huacachina ist eine Oase wie aus dem Bilderbuch, umgeben von riesigen Sanddünen.

Leider war der 18-stündige Trip heute von zwei Pannen überschattet.

Treffpunkt war um 5:15 Uhr an einem nahegelegenen Hotel an der Uferpromenade in Lima. Der Bus würde pünktlich um 5:30 Uhr abfahren und auf niemanden warten. Es kam dann auch pünktlich ein schicker Reisebus, der aber scheinbar überbucht war. Als die einzelnen Namen vorgelesen wurden und die Genannten in den Bus einsteigen durften, blieben zum Schluss vier übrig, zu denen ein Chilene, eine Irländerin, eine Neuseeländerin und ich gehörten. Angeblich war das ein zu kleiner Ersatzbus, weil der eigentliche Bus technische Probleme hatte. Es wurde uns aber gesagt, dass noch ein Shuttle käme.

Nach fast noch einer Stunde Wartezeit, kam dann schließlich – im Gegensatz zu allen bisherigen Fahrzeugen – ein schon etwas in die Jahre gekommener Sprinter, der uns vier dann aber zuverlässig in 3 Stunden bis Paracas brachte, wo wir mit der restlichen Gruppe wieder aufschlossen.

Hier fuhren wir auf einer 2-stündigen Tour – diesmal mit einem richtigen Speedboot… – zu den Ballestasinseln, einer unbewohnten (Felsen-)Inselgruppe, die zahlreiche Guano produzierender Seevögel, den südamerikanischen Seebär und  Mähnenrobben beheimatet.

Fahrt mit dem Speedboot zu den Ballestas Inseln
Felsentor
Humboldtpinguine
Guano produzierende Seevogelart
Mähnenrobbe und Südamerikanische Seebären
noch mehr Humboldtpinguine
Robbe
Alle 12 Jahre wird die weiße Guanoschicht auf den Inseln abgebaut.

Nach dem Inselbesuch sind wir noch einmal 1,5 Stunden mit dem Bus bis Huacachina, der Wüstenoase gefahren, wo es dann mit heißen Dünenbuggies zum Sandboarding ging.

Huacachina
Durch diese Wüste reitet man hier nicht mit Kamelen sondern mit coolen Dünenbuggies
Unsere Viergruppe vom Anfang ist die ganze Zeit über zusammen geblieben.
Überall sehr viel Sand, auch in der Luft. Vermummen tut da gut…
Sandboarding
Atacamawüste
Bei Sonnenuntergang
Wüstenoase Huacachina

Mit dem Dünenbuggy wie in einer Achterbahn und mit einer Geschwindigkeit von gefühlt 160 km/h durch die hohen und steilen Dünen zu pesen, war ein richtiges Abenteuer…😎

Auf der Rückfahrt, die knappe 5 Stunden dauern sollte, hatten wir dann auf halber Strecke noch einen platten Reifen, der gewechselt werden musste. Statt kurz vor Mitternacht, kamen wir schließluch mit 1,5 Stunden Verspätung, um 1:30 Uhr wieder in Lima an.

Zu meiner Überraschung wurden mir heute 50% des Tourpreises für die Unannehmlichkeiten erstattet. 😊

Heute Abend geht es weiter nach Ecuador, drei Tage in die Hauptstadt Quito und dann 12 Tage auf die Galapagos Inseln.

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