Nachdem wir die Uros besucht hatten, sind wir mit unserem „Schnellboot“, das gefühlt eher die Geschwindigkeit eines Lastenkahns hatte, zu einer größeren, „normalen“ Insel namens Amantani getuckert.
Dort leben derzeit ca. 5000 Indigene in 10 Gemeinden. Wer dort übernachten möchte, so wie wir, kann dies nur in einer Familie tun. In einem Rotationsverfahren nehmen die einzelnen Familien der 10 Gemeinden täglich Besucher bei sich auf.
Nach unserer Ankunft, wurden wir an der Anlegestelle einer Familie zugewiesen, die dort bereits in ihrer traditionellen Kleidung auf uns wartete. Mit einem französischen und einem brasilianischen Pärchen, wurde ich der Familie von Faustina zugeteilt.
Auf Amantani gibt es keine Autos, weshalb wir erst einmal 15 Minuten die Insel aufwärts zu unserem Häuschen marschierten. Dort wartete bereits ein einfaches, vegetarisches Mittagessen auf uns. Alles Inselbewohner ernähren sich hier vegetarisch.
Nach einer kurzen Ruhepause, sind wir anschließend auf den Patcha Tata gestiegen, einen Berg, auf dem sich die Ruine eines Tempels aus der Inkazeit befindet. Dort befinden sich noch zwei Tore, eines in Richtung Sonnenaufgang, das andere Richtung Sonnenuntergang.
Nach dem Abstieg und dem Abendessen war ich bereits so platt, dass ich die Party, die extra für uns Besucher vorbereitet wurde sausen ließ. Diese fand in einer Veranstaltungshalle statt und für jeden wurde dazu noch ein traditionelles Kostüm bereitgehalten.
Die Inselbewohner tragen immer Tracht, sowohl die Männer als auch die Frauen.










Die Kinder werden hier einmal im Monat eine Woche lang beschult. Hierfür kommt extra ein Lehrer aus Puno hierher. Die restliche Zeit helfen die Kinder bei den Eltern mit die Insel zu bewirtschaften.
Das Leben auf der Insel ist sehr traditionell, einfach und hart. Obwohl die Leute alle sehr freundlich sind und es ein sehr interessanter Einblick war, hat mir eine Nacht hier allerdings völlig gereicht…
