Mariannes Geschichte

Vortragswochenende mit Didi Rowek und Szuzi in LA

Nach zwei Tagen zuhause, mit Vorträgen im Buddhistischen Zentrum Landshut und Familienbesuch in Pfeffenhausen, bin ich am Abend wieder ins EC zurückgekehrt, das sich langsam wieder mit mehr Leben füllt.

Weil es bei meiner Ankunft gerade Abendessen gab und ich ganz vergessen hatte, dass ich mich mit meinen Teamkollegen in Memmingen im Theater treffen wollte, bin ich zunächst alleine draußen auf der Veranda an einem Tisch gesessen.  Kurz darauf  gesellte sich Marianne, eine ältere Dame, die ich zuvor noch nie irgendwo gesehen hatte, zu mir.

Wir haben uns sehr nett unterhalten und sie erzählte mir ihre unglaubliche Geschichte, wie sie zum Dharma gekommen und jetzt hier gelandet ist.

Marianne ist Dänin und bereits 83 Jahre alt. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebte die letzten 39 Jahre in Kopenhagen.

Vor einem Jahr hatte sie ein Buch vom Dalai Lama gelesen, in dem er das Buch Buddha und die Liebe von Lama Ole empfohlen hat, das sie sich danach in einer Bücherei ausleihen wollte. Dabei traf sie zuvor in einen Park auf eine Frau, die gerade ein Buch las.

Als Marianne die Frau fragte, was sie für ein Buch lesen würde, antwortete diese ihr unglaublicherweise „Buddha und die Liebe von Lama Ole“. Dann sagte sie noch, dass sie das Buch eigentlich gerade gar nicht lesen würde, aber den Impuls hatte es trotzdem von zuhause mitzunehmen, welches sie dann Marianne auslieh.

Marianne hatte dann bei der Lektüre so viele Aha-Momente, dass sie sich fragte, warum ihr dieses Buch nicht schon viel früher in die Hände gefallen ist. Daraufhin hat sie sich noch Wie die Dinge sind besorgt und ein paar Mal das Buddhistische Zentrum in Kopenhagen aufgesucht.

Noch bevor sie Lama Ole überhaupt persönlich getroffen hat, war ihr schon klar, dass sie irgendwie noch einmal von vorne anfangen und den Rest ihres Lebens hier in der Nähe verbringen würde.

Heuer im Februar ist sie dann das erste Mal mit der Bahn ins EC gefahren und hat Zuflucht genommen. Danach ist sie wieder zurück nach Kopenhagen, hat dort ihre Wohnung aufgelöst, sich von ihren Kindern verabschiedet, mit allem was sie noch hat in den Zug gestiegen und hierher gefahren.

Bereits bei der Anmeldung hat man ihr gesagt, dass sie 10 Tage bleiben könne, bis sie was Eigenes gefunden hat. Sie ist jetzt in der Signal-Kagyü-Accommodation Gruppe und voller Vertrauen, dass sich nach all dem Positiven, was sie bisher erlebt habe und wie die Menschen auf sie und ihre Geschichte reagiert hätten, alles fügen wird.

Voller Elan ist sie heute auf unserer Baustelle aufgetaucht und hat gefragt, ob sie irgendwo mithelfen könne. – Eine absolut unglaublich mutige und beeindruckende Frau!

Marianne

2 Kommentare

  1. Avatar von Silke Silke sagt:

    Die Frau ist Hammer. Sie hat schon bei uns im BZ München übernachtet. Es gibt auch noch einen Ü80 Tom aus den USA. Den lernst du bestimmt auch noch kennen.

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  2. Avatar von Manuela Humbach Manuela Humbach sagt:

    wunderbare, inspirierende Geschichte! Danke dafür! 😘

    lG Manuela

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